Umwege, die sich lohnen

Mit Freude sehe ich, wenn immer mehr Leute mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren. Weniger erfreulich ist für mich ist dann aber, dass schon vor 9 Uhr keiner der Fahrradständer am OBC mehr einen Platz frei hat. Bei den Stadtwerken München fangen sie offenbar früh an.

Um das Bürogebäude, in dessen fünften Stock mein Arbeitsplatz auf mich wartet, gibt es drei Abstellflächen, an denen man die Radl am Rahmen an einen Metallbügel anschließen kann. Eines rechts, eines links, ergibt insgesamt ungefähr 100 Gelegenheiten. Daneben ist auch noch Platz, das Radl auf den Ständer zu stellen und am Hinterreifen abzuschließen. Könnte weggetragen werden, ist mir daher nicht immer geheuer.

Also ab in die Tiefgarage – der Fahrradkeller ist auch schon gut belegt. Hierbei handelt es sich um drei zweistöckige Anlagen, in den man das Rad in eine Schiene schiebt und das Vorderrad zwischen zwei Bügeln zum Halt kommt. Anschließen kann man das Rad mit dem Rahmen an einem weiteren, seitlichen Bügel, der mit Kunststoff überzogen ist, damit der Lack der Strampelmaschine keinen Schaden nimmt. 

Mein Vorderreifen ist zu dick für diese Anlage, es musste mal wieder das Mountainbike sein. Gut, dann stelle ich es eben in der Ecke ab und sichere es mit dem Bügelschloss am Hinterreifen. An sich unnötig, in die Tiefgarage und in den Keller kommt man nur mit einer Zugangskarte oder als angemeldeter Gast. Radler beklauen untereinander nur selten und falls doch, sind die Verdächtigen mindestens 1,90 m groß, andere kommen gar nicht auf mein Bike.

Mit dem bin ich in der Früh natürlich wieder einen Umweg gefahren, einen kleinen, muss ja ins Büro. Auf dem Rückweg gönnte ich eine Tour am Allacher Rangierbahnhof vorbei. Ein schöner, gekiester Radweg, mit etlichen kleinen Steigungen, die sich auf die wenigen Kilometer dann doch auf 50 Höhenmeter oder gar etwas mehr summieren – habe nicht so genau gemessen. 

Den Weg kann ich an sich nur mit dem Mountainbike fahren. Nicht wegen der lächerlichen Höhenunterschiede, sondern wegen des Untergrundes. Mit den dünnen Reifen eines Stadtrades käme man in teils tiefem Kies schwer ins Schwimmen, oder in einer von fließendem Wasser in den Untergrund geschnittenen Rillen zum Sturz. Ich kenne die Strecke noch aus meiner Studienzeit, in einigen Sommern bin ich auf dem Weg von Aubing nach Garching dort öfter vorbei gefahren. 

Nicht jeden Tag hatte ich mich die 35 Kilometer einfach in die Uni und später ins Institut aufgemacht, aber ein jeder dieser Tage war ein wahres Vergnügen. Ich bin heute aber ganz zufrieden, dass es heute nur grob 15 Kilometer bis zum Arbeitsplatz sind. Da nimmt man gerne mal Umwege, wenn das Wetter passt und die Zeit dafür ist. 

Stadtradelnkilometer bisher: 318,3

Gesamtkilometer bisher: 2.400

Lila Regen

Ich habe gegen 8 Uhr dann doch noch umdisponiert und aus einem geplanten Bürotag einen im Homeoffice gemacht – Donnerstag und Freitag mache ich dann die Drei-Tage-Woche im Büro komplett. An zwei Tagen in der Woche darf ich daheim arbeiten. 

Zwei Gründe für die Planänderung: Schon gestern Abend hatte der Deutsche Wetterdienst vor schwere Gewittern in Gröbenzell gewarnt, die ab 6 Uhr niedergehen könnten. Tatsächlich war es noch recht ruhig und trocken um die Uhrzeit, ein Blick auf das Regenradar ließ aber ahnen, dass das nicht mehr so lange der Fall sein würde.

Dem Radeln durch den Regen wollte ich zwar ein Kapitel widmen, wie es aussieht, habe ich aber bis auf weiteres die Chance verpasst durch den Regen zu strampeln und darüber zu berichten. Man sehe es mir nach: in der Prognose und dann später in der Realität war der Regen Lila.

Natürlich nicht buchstäblich, aber Wetterkarten benutzen Farbcodierungen für skalare Werte wie die Temperatur und die Niederschlagsmenge. Blau bedeutet, ab und an einen Tropfen zu spüren, Grün leichten Niesel, über Gelb und Orange wird der Regen immer mehr und der Radler nach immer weniger Kilometern nass bis auf die Haut. Wenn der Regen aber Lila ist, dann besteht keine Chance mehr, sicher voranzukommen. In Zeiten des Klimawandels reichen die bisherigen Skalen nicht mehr aus, noch stärkerer Regen als der in Lila wird in Grau codiert.

Vielleicht hätte ich es geschafft, noch vor dem Wolkenbruch halbwegs trocken im Büro anzukommen. Ich nutze dort einen Fahrradkeller, eine Umkleide und zur Not noch eine warme Dusche. Gestern beim Arzt hieß es aber, nach der Impfung (Tetanusauffrischung) sollte ich mich noch einen oder gar zwei Tage schonen und keinen zu intensiven Sport betreiben. Das wäre der Schlussspurt gegen den lila Regen aber gewiss geworden. 

Ich vertrage Impfungen im Allgemeinen ganz gut, im Speziellen hatte ich mit der Tetanolspritze auch kein Problem. Eine leichte Müdigkeit verspürte ich dennoch bei der Arbeit im Homeoffice, war vielleicht keine so schlechte Idee, daheim zu bleiben.

Das Kilometertagebuch und der Blog müssen jedoch gefüllt werden. Also abends noch eine kleine Runde gedreht, zur Fotobude, die Anmeldung für die Hofflohmärkte abgeben und dann noch zum Weinhändler. 

Ich war gespannt, wie ich den Karton Primitivo Rosé heim bringen würde. Ist die Fahrradtasche geräumig genug? Müsste eigentlich gehen, es passen auch mindestens sechs bis acht leere Flaschen rein, aber der Karton kommt auch nicht hinzu.

Die linke Tasche blieb leer. Warum eigentlich?

Oder spanne ich diesen auf den Gepäckträger wie neulich das in Puchheim im Kiosk abgeholte weil von UPS trotz Anwesenheit nicht zugestellte Paket? Spanngurte habe ich, daran würde es nicht scheitern.

Und auf dem Gepäckträger ist auch noch Platz.

Auflösung: Die Tasche ist geräumig genug, man benötigt nur etwas Hilfe, um den Karton dort hinein zu bugsieren. Idee: das nächste Mal gleich zwei Kartons gekauft, zum Rosé noch den feinen Roten aus Georgien, den ich mir neulich schmecken ließ?

Denn dann ist die Balance wieder hergestellt, so zog das Radl doch sehr in eine Richtung. Und wenn wir schon mal dabei sind, noch einen dritten Karton auf den Gepäckträger montiert?

Das würde dann bis weit nach dem Ende des Stadtradelns reichen. Wenn auch nicht ganz bis zum nächsten Mal.

Stadtradelnkilometer bisher: 276,00

Gesamtkilometer bisher: 2.359

Strampeln gegen die Müdigkeit

Bei der Tour de France nehmen sie sich am zweiten und dritten Montag ihrer dreiwöchigen Strapazen einen Ruhetag. So legte ich gestern auch mal die Beine ein wenig hoch und verzichtete auf meine Tour nach Feierabend im Homeoffice. Zudem rollten ab dem späten Nachmittag allmählich die Gewitter an, die schon am Sonntag ihre Vorboten gesandt hatten.

Die gestrigen Gewitter haben Gröbenzell dann nur gestreift, während in der Stadt in einigen Vierteln schier die Welt unterging. Je weiter ich nach Osten radle, umso mehr Spuren sind zu sehen: Laub Zweige und Äste auf dem Fuß- und Radweg. Nur die Straße ist längst durch den Autoverkehr geräumt. Ich hätte gestern jedenfalls nicht an Ort und Stelle sein wollen, schon gleich gar nicht mit dem Fahrrad. Die Wetterprognose für den Dienstag ist aber recht günstig.

So setze ich mich gegen acht Uhr auf das Radl, hundemüde, weil ich um halb zwei in der Früh noch zusehen musste, wie der in Hamburg geborene FC-Bayern-Spieler Jonathan Tah seinen Elfmeter wie vor 50 Jahren ein gewisser Uli Hoeness über die Latte jagt. Die Bälle aus Boston und Belgrad werden sich irgendwo in der Erdumlaufbahn begegnen.

Gegen Müdigkeit – auch geistig – hilft Bewegung aber am besten. Statt in der S-Bahn zu sitzen, einzupennen und womöglich erst wieder an der Endstation aufzuwachen, geht es also wieder mit dem Radl ins Büro. Das Auto scheidet vollkommen aus, die nächsten zwölf Tage noch, heute eingeschlossen. Zumal müde Autofahren in etwa so sinnvoll ist wie mit mit vier Halben intus sich hinter das Steuer zu setzen.

Die frische Luft und die Bewegung regen den Kreislauf an, müde werde ich wohl erst wieder im Büro sein, spätestens nach dem Mittagessen. Angesichts des Windbruchs auf dem Radweg ist aber Vorsicht geboten – im Mai hatte ich auf dem Weg schon einen kleinen Unfall. In Höhe Westfriedhof sah ich einen Ast erst relativ spät und wirbelte ihn mit dem Vorderreifen gegen mein Schienbein – durch die Jeans hindurch schlug mir das Holz eine blutende Wunde. Harmlos, gewiss, ich würde das eher als Beinaheunfall einordnen. Aber gerade diese sind wichtig, um daraus zu lernen und das nächste Mal noch ein wenig achtsamer zu fahren.

Schließlich will ich nicht die Dichte an Geisterradln hier erhöhen, auf den letzten drei Kilometern zum Büro stehen zwei davon an Kreuzungen. Das jüngst aufgestellte kündet von einem besonders tragischen Fall: Im Februar 2025 hatte eine 33-jährige Radlerin am Wintrichring, Ecke Allacher Straße das Rotlicht übersehen und eine 19-jährige Autofahrerin, die grün hatte, konnte nicht mehr reagieren. 

Die Ampelschaltung ist an dieser Stelle auch ein wenig kompliziert und für Radfahrer recht ungünstig. Nicht selten benötigt man zwei Ampelphasen, um über den Wintrichring zu kommen. So lange die Anlage aber nicht anders geschaltet ist, gilt es einfach extrem wachsam zu sein. Macht der Autofahrer einen Fehler, hat sein Gefährt eine Schramme, begeht der Radler einen, könnte es sein letzter gewesen sein. Deshalb ist eine sichere Infrastruktur, die konsequent den Radverkehr vom Autoverkehr trennt auch so wichtig. Bedauerlicherweise ist das nicht überall machbar.

Stadtradelnkilometer bisher: 266,02

Gesamtkilometer bisher: 2.349

Wetterwechsel in Sicht

Eigentlich wollte ich nach etwa zwei Dritteln der geplanten Tour mir nur mal kurz die Füße im Wasser vertreten, an der Kneipp-Anlage in Puchheim Ort, hinter dem Feuerwehrhaus. Aber nichts da: der Gröbenbach war an der Stelle ausgetrocknet.

Schon der Starzelbach in Eichenau führte nur sehr wenig Wasser, an manchen Stellen war er nicht einmal mehr ein Rinnsal. Und der kleine Ascherbach in Gröbenzell ist heute fast komplett verschwunden, nur ein paar vereinzelte Pfützen liegen noch im Bachbett.

Hitzewelle bahnt sich an: Gemeinde in Oberbayern trocknet aus – „So etwas gab es noch nie“ titelte der Merkur – im Juli 2022. „Noch nie“ ist also schon nach vier Jahren wieder eingetreten. Der Hchwassernachrichtendienst Bayern (HND) meldet für Gröbenzell derzeit einen Grundwasserpegel von 1,77 unter Bodenniveau, was zwischen der Linie für “niedrig” und “sehr niedrig” liegt. 

Ich beobachte die Daten seit jenem 1. Juni 2024 sehr genau, als nach drei Tagen Regen das Grundwasser in meinen Keller drückte. Bei 50 Zentimetern unter Bodenniveau hatte es angefangen, kurz nach Mitternacht war der Höchststand von 25 Zentimetern erreicht und das Wasser rauschte geradezu durch die Wände. Aber früher war es auch schon mal heiß und hat dann auch wieder tagelang geregnet, wollen einem Ignoranten weiß machen …

Der Klimawandel ist da, keine Frage. Der Wetterwechsel nach gut zehn Tagen Hitzedom zeichnet sich ab, der kräftige Westwind und die immer dichter werdenden Wolken sind seine Vorboten. In unserer Gegend scheinen wir einigermaßen glimpflich davon zu kommen, die stärksten Gewitter soll es heute Abend in der Mitte des Landes geben. Hier im Süden wird es nur merklich kühler und auch ein wenig nass. 

Kommt mir beinahe wie eine Verheißung vor, gegen Regen lässt es sich besser schützen als gegen 36 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit. Gewitter ist etwas anderes, aber das kann man auch an einem sicheren Ort abwettern. Mal sehen, wie das in der kommenden Woche mit meinen Radlplänen kollidiert.

Ich hatte in der ersten Woche Stadtradeln etwas über 200 Kilometer ins Fahrtenbuch geschrieben, damit schon nach einem Drittel das selbstgesteckte Ziel zur Hälfte erreicht. Nachlassen will ich aber nicht, also gleich nach dem Frühstück wieder aufgesessen und eine kleine Runde gedreht. Erst gegen den Wind, der insbesondere in der Allinger Gern seine volle Kraft entfaltete und massiv bremste. Umso mehr Spaß macht dann die Fahrt an der B2 entlang, wenn der Wind wie verrückt schiebt und die Vorfreude auf ein kühles Fußbad die Kurbel mit 90 Umdrehungen pro Minute die Kette über die Ritzel jagt. 

Nur musste das Fußbad erstmal entfallen – wenigstens führt der Gröbenbach im Gemeindegebiet noch ein wenig Wasser.

Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 227,25

Gesamtkilometer 2026 bisher:  2.311

Die Würm ist auch ein schöner Fluss

Der Begriff „Mittagshitze“ impliziert, dass es am Mittag am heißesten ist. Das wäre bei uns kurz nach 13 Uhr MESZ, wenn die Sonne im Zenit steht, um diese Jahreszeit etwa 65 Grad über dem Horizont.

Nun ist die Atmosphäre aber ein wenig träge, der Energieeintrag durch Sonnenstrahlung macht sich mit Verzögerung als Wärme bemerkbar. Weswegen es eine Stunde vor Sonnenaufgang hier angenehme 20 Grad hat, aber eine Stunde nach Sonnenuntergang das Thermometer immer noch an der 30-Grad-Marke kratzt, von oben her kommend.

So ist es an diesen Hitzetagen eben nicht mittags am heißesten, sondern etwa zwischen 17 Uhr und 18 Uhr. Habe meine Runde über den Waldschweigsee, über Karlsfeld an der Würm entlang bis zur Blutenburg und von dort aus an der Bahn entlang nach Lochhausen und schließlich an der Aubinger Lohe vorbei nach Gröbenzell daher um 11 Uhr angetreten.

Morgen steige ich etwas früher aufs Rad, denn auch wenn es jetzt um 14 Uhr noch heißer und der Höhepunkt noch gar nicht erreicht ist, Mittagshitze war das dennoch. Mein Helmtuch, patschnass zu Fahrtantritt, war nach halber Strecke bröseltrocken und daher ohne jedwede Kühlwirkung. Die Oberschenkel zitterten, das Herz pumpte, die Lunge rasselte. Grad schön war’s.

Kurze Rast an der Würm, Teeflasche leeren, trockenes Helmtuch abnehmen.

Morgens ist es weit angenehmer, ich erledige samstags immer zwei Einkaufsrunden. In der ersten bin ich beim Metzger und Bäcker und je nach Bedarf auch beim Gemüsehändler. Das mache ich an sich das ganze Jahr über, außer bei Glatteis oder Temperaturen, an die wir heute sehnsüchtig denken, die wir aber zum Glück erst wieder in einem halben Jahr außerhalb des Gefrierschranks erleben. 

Die zweite Tour dann nach dem Frühstück mit vollgepackten Fahrradtaschen zum kleinen Wertstoffhof, Glas und Blech dem Recycling zuführen. Weiter zum Edeka, das Pfandglas zurückbringen und die Fahrradtaschen wieder vollmachen. Ich hatte es an anderer Stelle schon mal ausgeführt: Mit meinem Radl kann ich keinen Wocheneinkauf erledigen, deshalb fahre ich öfter. Die Wege sind ja angenehm kurz.

Beide Taschen noch nicht einmal ganz voll und der Gepäckträger hat auch noch Kapazität. Zur Not dann noch einen Rucksack füllen und man bekommt fast so viel unter wie ein überdimensionierter SUV in seinem unterdimensionierten Kofferraum.

Und vor 11 Uhr, wenn die Hitzewarnung des DWD greift, auch noch angenehm schattig. Einkaufen und zum Wertstoffhof muss ich am Sonntag nicht.

Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 201,80

Gesamtkilometer 2026 bisher:  2.286

Ach, diese Hitze – diese entsetzliche Hitze

Jan Ullrich hätte die Tour de France 2003 gewonnen, wenn am Tag des zweiten Zeitfahrens bei Nantes es genauso heiß gewesen wäre wie gut zwei Wochen davor beim ersten in Lyon. Ullrich kam mit der Hitze von Lyon weit besser zurecht als sein ewiger Konkurrent Lance Armstrong und nahm ihm mehr als eine Minute ab. Im Regen von Nantes war der Vorteil dahin und er musste zu viel riskieren, bis er in der Kurve wegrutschte und die letzte Chance dahin ging.

Mal abgesehen davon, dass auch Ullrich später der Sieg von 2003 aberkannt worden wäre – es gibt Leute, die kommen mit Hitze weit besser zurecht als andere, Ullrich etwa besser als Armstrong. 

Ich zähle mich auch zu diesen Leuten – nein, nicht zu jenen, welche die 17 Kehren nach L’Alpe d’Huez in weniger als 45 Minuten hoch strampeln. Sondern zu jenen, die mit Hitze besser auskommen als andere. Aber auch ich habe meine Grenzen.

Wie angenehm war doch am Donnerstag die Heimfahrt vom Sommerfest mit den Kollegen, das im Taxisgarten geendet hatte. In die anbrechende Dunkelheit hinein, dem letzten Licht aus Westen entgegen, bei Temperaturen endlich wieder nennenswert unter 30 Grad. Fast allein auf Radwegen und Straßen, denn entweder waren all die anderen noch in den Biergärten der Stadt oder vor der TV-Übertragung des Spiels #ECUGER oder gar beides. Ich hätte verbotener Weise mitten auf der Straße fahren können, aber wozu? Auf dem leeren Radweg kam ich wunderbar voran und war fast auf die Sekunde genau zum Anpfiff daheim. Über den restlichen Abend muss ich nicht viele Worte verlieren, hatte ja nichts mit Radfahren zu tun, sondern eher mit Schwimmen, nahe am Ertrinken.

Welch Kontrast dann am Freitag. Mal wieder ein Homeofficetag, hatte auch mit einem Arzttermin zu tun. Rückblickend wäre ich lieber sofort danach in das kühle Büro geradelt und später am Abend wieder heim, gerne noch mit Zwischenstopp in einem Biergarten. So pendelte ich eben zwischen Terrassentisch (bis etwa 10 Uhr erträglich, dann heiß, dann unerträglich) und Kellerbüro (20 Grad, aber dunkel und hohe Luftfeuchte). 

Radeln darf aber auch an solchen Tagen nicht entfallen. Also gegen 16 Uhr nochmal auf das Bike gesetzt und ab in die Aubinger Lohe. Die ist recht schattig, hat aber einige herausfordernde Steigungen zu bieten. Wenigstens kühlt der Wind bei der Abfahrt. 

Wenn gar nichts geht, in der Aubinger Lohe geht immer ein bissl was.

Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 162,36

Gesamtkilometer 2026 bisher:  2.249

Radeln statt Rollern

Es ist ziemlich genau sieben Jahre her, dass Sascha Lobo in seiner Spiegel-Kolumne unter dem Titel Gegenwehr aus Gewohnheit ein Loblied auf die E-Scooter gesungen und Kritik an der neuen Art der Fortbewegung als Bräsigkeit geschmäht hat.

Sein Hauptargument für die „Mobilitätsplattformen“: Mit geliehenen E-Scootern käme man wirklich von A nach B und nicht wie mit einem eigenen oder gemieteten Fahrzeug von A nach A mit dem Zwischenstopp bei B (wie Büro) und eventuell einem Abstecher nach C (Café). 

Kritiker hätten unterschiedlichste Bedenken, denen aber gemein sei, das Neue erst einmal grundsätzlich abzulehnen. Die Kritik von Radlern etwa sei die, dass es dank der E-Scooter (die auf dem Radweg fahren müssen und das weder auf der Straße noch dem Gehweg dürfen) jetzt noch enger in der ohnehin schon engen Infrastruktur werde. 

Wo er Recht hat, da hat er Recht, der Lobo. Denn sieben Jahre später sind E-Scooter nach wie vor der Endgegner des Radlers. Hütet man sich vor unvorsichtigen oder rücksichtslosen Rechtsabbiegern oder Autotüröffnern, klingelt man behutsam nur auf die Fahrbahn blickende Fußgänger vom Radweg herunter und sagt dem in der falschen Richtung entgegen kommenden Radler in klaren Worten, was man davon hält, kommt gleich an der nächsten Ecke so ein Scooter herangeschossen. 

Nicht selten stehen zwei Personen – meist jüngeren Baujahres – auf dem Trittbrett. Dank sofort verfügbarem vollen Drehmoment brausen dem langsam anfahrenden Bioradler, der den Scooter gerade erst mühselig überholt hatte, an der eben (oder noch nicht einmal ganz) grün gewordenen Ampel wieder davon.

Und wenn ich dann auf meine üblichen 23 bis 25 km/h beschleunigt habe, erweist sich der Scooter schon wieder als Verkehrshindernis, mit seinen permanenten 20 km/h.

Auf der Straße darf ich bekanntlich mit dem Biobike nicht fahren, dürfte ich nicht einmal mit dem Pedelec, es sei denn, esse handelt sich um ein S-Pedelec, mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit. Derartige Gefährte kommen mit Helm- und Versicherungspflicht und müssen auf die Straße.

Das größte Ärgernis sind aber rücksichtslos abgestellte E-Scooter. Ich hatte mal bei einer nächtlichen Heimfahrt von einer mit dem Job zusammenhängenden Veranstaltung das große Vergnügen, mitten auf dem Radweg einen stehenden Scooter anzutreffen. Ich habe ein gutes Licht und fahre auch nur in einer den Verhältnissen angemessenen Geschwindigkeit, so bestand für mich keine echte Kollisionsgefahr, grantig war ich dennoch.

Das ist kein Einzelfall, erst neulich wieder bei einer Sonntagstour in Richtung Olympiapark stand da schon wieder so ein Ding mitten auf dem Radweg an der Von-Kahr-Straße. Und mit Schaudern erinnere ich mich an das wie ein Scooter-Friedhof aussehende Stilleben von vier oder fünf Scootern, die nicht über die Stadtgrenze kamen und daher am Radweg von Gröbenzell nach Lochhausen am Ortsschild abgelegt waren. Wenigstens in der Böschung und nicht auf dem Weg.

Hinzu kommt, dass der Einsatzzweck als Fortbewegungsmittel für „die letzte Meile“ von S-Bahn-, U-Bahn- oder Trambahnhaltestelle in Richtung Büro oder Wohnung nur dazu führt, dass man sich fast gar nicht mehr bewegt. Von der Thematik, dass im Auftrag der Anbieter nachts Transporter durch die Gegend fahren, Scooter einsammeln und zum Aufladen bringen, ganz zu Schweigen. Nein, E-Scooter und ich werden keine Freunde mehr.

Ich bin nun einmal ein passionierter Radfahrer, weswegen mir auch deshalb das Konzept von MyRadl besser gefällt. Hier ist das Abstellen nur auf den vorgesehenen Flächen erlaubt, anderswo kostet es Strafe.

Wer von A nach A mit einem Leihradl von MyRadl zu fahren plant, kann es aber zwischendrin nicht bei B abstellen (und mit dem Absperren das Leihende signalisieren), solange es sich um keine definierte Station handelt.

Das war beim Vorgänger dem MVG-Radl offenbar anders, was bei der Kundschaft zu Irritationen geführt hat. Angeblich will dem MyRadl mit einer Option begegnen, die Leihe zu unterbrechen. Ich verstehe das Unbehagen, ein Radl irgendwo unabgesperrt hinzustellen.

Mit der strikten Regelung „Leihende nur an einer unserer Stationen“ vermeidet MyRadl aber die Probleme, die Radler und Fußgänger mit störend in die Landschaft gestellten E-Scootern haben. Von A nach B kommt man dennoch, etwa von einer S-Bahn-Station zur nächsten. Wenn mal wieder die S3 in Lochhausen endet, wäre das recht praktisch – denn die Stadt- und Gemeinedegrenzen mit dem Leihradl zu überfahren ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. 

Wie oft lande ich im Winter, wenn ich vorwiegend den ÖPNV nutze, in Puchheim anstatt in Gröbenzell, weil die S3 mir gerade vor der Nase davon gefahren ist? Ein MyRadl brächte mich dann kostengünstig oder gar gratis von Puchheim nach Gröbenzell, wo ich eventuell morgens mein eigenes Radl am Bahnhof abgestellt habe. Mit dem nehme ich dann die letzte Meile nach Hause.

Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 143,05

Gesamtkilometer 2026 bisher:  2.236

Über die Blutenburg in die Stadt radeln

Wenn ich schon drei mal pro Woche ins Büro sollte, bieten sich freilich Dienstag bis Donnerstag an. Gefällt mir, denn früher hatte man insbesondere Minister aus Bayern als DiMiDo-Minister verspottet, weil sie eben nur von Dienstag bis Donnerstag in Bonn waren (ja, so lange ist das her) und den Rest der Zeit in ihrem Wahlkreis verbrachten. Tempi passati …

Ich bin dann aber eben der DiMiDo-Redakteur, der montags, freitags und manchmal sogar am Wochenende daheim arbeitet, das Macbook Pro aber von Dienstag bis Donnerstag im abschließbaren Spind im Büro lässt. Was bedeutet: Mittwochs kann ich mit leichtem Gepäck reisen. Etwa nur mit einem Rucksack, in dem gerade mal etwas Notfallwerkzeug passt und ein Hemd, das man auch im Büro tragen kann. Der Rest ist Radl-Spaß.

Also griff ich mal wieder zum Mountainbike, das ich erst in Februar kaufte, weil mein altes Sportrad nicht mehr reparabel war. Ich brach früh auf, als es noch unter 25 Grad hatte und und fuhr eben nicht direkt ins Büro.

Also nicht über die Von-Kahr- respektive Allacher Straße mit ihren guten Radwegen, die an manchen Stellen auch breit genug zum Überholen sind, dabei sehr gut von der Fahrbahn getrennt – heute war mir mehr nach Schotter und Wald.

Was bedeutet: Von Lochhausen aus an der Bahn entlang, den Schotterweg nördlich der Gleise in Richtung Alte Allee. Von der Blutenburg aus geht es dann durch den Durchblick, später ein Stück an der Nymphenburger Schlossmauer vorbei, ehe an der Bus- und Tramhaltestelle Amalienburgstraße die Querung der Menzinger Straße über die Ampel ins Kapuzinerhölzl lockte.

Not my Radl. Aber wer immer das ausgeliehen hat und hier abstellte, wird eine Strafe zahlen müssen. Rückgabe nur auf den gekennzeichneten Flächen.

Leider war die kurze Grünphase für querende Fußgänger und Radler in dem Moment zu Ende, als ich an der Furt angelangt war. Die nächste würde es trotz Stau auf der Menzinger erst in einer halbe Stunde geben – okay, ich übertreibe, aber letztens habe ich hier über drei Minuten warten müssen.

Dann eben weiter an der Schlossmauer, am Haupteingang des botanischen Gartens vorbei und insbesondere am Stau – immer wieder ein Vergnügen. Diesen Abschnitt kenne ich jetzt auch schon seit 30 Jahren oder länger und schätze ihn wegen des einwandfreien Asphalts und des leichten, kaum merklichen Gefälles. So macht Radeln noch mehr Spaß.

Die letzten zwei bis drei Kilometer geht es auf dem Radweg am Wintrichring entlang, der nach Querung der Dachauer Straße Georg-Brauchle-Ring heißt und an dessen Hausnummer 23 das OBC liegt.

Des is mei Radl.

Auf dem Heimweg verzichtete ich angesichts der knackigen 32 Grad auf Umwege, in der Woche zuvor war ich auch auf dem Rückweg durch das Kapuzinerhölzl geradelt, später am westlichen Ende der Aubinger Lohe nochmal über Schotter.

Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 109,81

Gesamtkilometer 2026 bisher: 2.199

Bürotage statt Hundstage

Dreimal in der Woche sollte ich im Büro arbeiten, die restlichen beiden Arbeitstage sind auch im Homeoffice möglich. Erlaubt sind natürlich auch fünf im Büro, aber bei der derzeitigen Hitze bleibe ich gerne mal daheim und spare mir das Pendeln.

Andererseits: Im unserem Büro im fünften Stock des Olympia Business Center (OBC) ist es angenehm kühl. Das Gebäude gehört den Stadtwerken München, die ivom Erdgeschoß bis Stockwerk 4 ihre Mitarbeitenden untergebracht haben und die vier weiteren Stockwerke vermieten. 

Das OBC wurde erst vor wenigen Jahren renoviert und mit einer nachhaltigen Kühlung ausgestattet, die auf Ökostrom läuft. Von Tag zu Tag finde ich mehr Gefallen daran, ins 24 Grad kühle Büro zu radeln und nicht bei annähernd 30 Grad am Terrassentisch zu arbeiten oder bei zu frischen 19 Grad an meinem Homeoffice-Arbeitsplatz im Keller.

Zumal morgens die Fahrt ins Büro noch sehr angenehm ist, bei etwas über 20 Grad und heute mal mit leichtem Rückenwind. Ich nehme gerne den kleinen Umweg über Lochhausen und Aubing in Kauf, vom kleinen Park über den Aubinger Tunnel geht es dann über den Radweg an der Mühlangerstraße über die A8 in Richtung Inselmühle und dann weiter über von-Kahr-Straße/Allacher Straße und Wintrichring zum Georg-Brauchle-Ring.

Über die Langwieder Hauptstraße und die Lochhauser Straße wäre die Route etwa einen Kilometer kürzer, aber sie hat ihre Tücken. Denn nördlich der Langwieder Hauptstraße verläuft ein Fußweg, der zwar in beiden Richtungen für Radler freigegeben ist, den man aber gefahrlos an sich nur stadtauswärts befahren kann: die Fahrbahn zweimal zu queren ist mit Risiko verbunden. 

Gleiches gilt an der Berglwiesenstraße, auf der Brücke über die A8, nahe der Einfahrt zum Aubinger Tunnel. Und an beiden Straßen wurde ich schon von ungeduldigen Autofahrern mit Abständen unter 15 Zentimetern überholt, was im Anstieg der Brücke besonders fatal ist. Nicht von ungefähr gibt es hier eine durchgezogene Linie, die man selbst bei den engsten Überholmanövern noch überfährt. Besser bergauf ohne Sicht auf den Gegenverkehr nicht überholen als sich und andere gefährdend zu überholen? Diese Erkenntnis haben so manche motorisierte Verkehrsteilnehmer bisher nicht verinnerlicht. Dabei geht es um einen Zeitgewinn von nur wenigen Sekunden, bei der Abfahrt von der Brücke lässt sich zwar auch nicht Gesetzes konform, aber doch sicher überholen, solange nichts entgegen kommt.

Ganz nett sind auch immer die Autofahrer, die meinen, mich belehren zu müssen, da sei doch ein Radweg, warum ich verbotener Weise auf der Fahrbahn unterwegs sei? Nun ja, das Verkehrszeichen 239 (rund, blau, weiße Silhouetten einer Erwachsenen und eines Kindes) mit Zusatzschild 1022-10 (rechteckig, schwarzes Fahrrad auf weißem Grund) bedeutet nur, dass Radler dort in Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen – aber es nicht müssen. Benutzungspflichtig sind nur Wege, an denen ein rundes blaues Schild mit einem weißen Fahrradsymbol steht: das sind die mit den Nummern 237 (Radweg), 240 (gemeinsamer Geh- und Radweg) und 241 (getrennter Geh- und Radweg). Und solche stehen weder an der Langwieder Hauptstraße noch an der Berglwiesenstraße.

Eines der Kraftfahrzeuge, aus denen ich einst eine Belehrung erhielt, war silbern mit grünen Streifen, auf dem Dach ein Blaulicht. Das war jedoch an anderer Stelle, etwa dort, wo Lochhausen an Aubing grenzt und die Henschelstraße zur Altostraße wird. Der Beamte auf dem Beifahrersitz meinte, ich sei dort auf dem „Radweg“, der kein Radweg ist, weit sicherer, was ich klar verneinen musste. Schließlich führt der an mehreren Einmündungen von Wohnstraßen vorbei – und ich hatte schon öfter auf regulär in zwei Richtungen befahrbaren Radwegen das Problem, dass abbiegende Autofahrer nicht auf dem Schirm hatten, dass ein Radler von links kommen könnte. Der in Aubing-Lochhausen ist jedoch ein sehr unschöner und unübersichtlicher Streckenabschnitt, ich biege unmittelbar nach dem Lochhauser Bahnhof lieber links in die Schrimpfstraße und später in die Denkenhofstraße in Richtung Mühlangerstraße ab, da ist weniger Verkehr.

Wenn der Bürotag langsam sein Ende findet, sinkt die Temperatur noch lange nicht in den angenehmen Bereich. Aber bis 20 Uhr oder länger will ich dann auch nicht im OBC bleiben. Also raus in die Hitze und nach Hause gestrampelt. Ich behelfe mir wieder mit dem Kopftuchtrick, das Helmtuch ordentlich nass gemacht, das hält den Kopf und das Gemüt kühl. In den Autokolonnen, an denen ich mal wieder entspannt auf dem Radweg vorbei fahre, mögen die meisten ihre Klimaanlage ordentlich aufgedreht haben, sonst ist es insbesondere im Stau kaum auszuhalten. Ich habe nur an den wenigen Ampeln ein Problem, wenn es länger nicht mehr weiter geht, aber nach etwa 50 Minuten bin ich dann doch wieder wohlbehalten daheim.

Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 72,92

Gesamtkilometer 2026 bisher: 2.166

Mittagsrunde zum Einkaufen

Mit dem Fahrrad einkaufen unterscheidet sich zum Einkauf mit dem Auto etwa so wie das Laden des E-Autos mit dem Betanken des Verbrenners. Man lädt eben bei sich jeder bietenden Gelegenheit, der Akku lebt ohnehin länger, wenn man ihn zwischen 20 und 80 Prozent Ladung betreibt und beim Laden nicht zu heiß werden lässt. Den Benziner oder Diesel fährt man bis zum Anspringen der Reserveleuchte und füllt dann bis Oberkante Unterlippe den Tank voll.

Einen kompletten Wocheneinkauf oder den für zwei bekomme ich mit meinem Rad natürlich nicht transportiert. Ich stelle mich zwar auf den Standpunkt, ein jedes Fahrrad sei ein Lastenrad, transportiert man Lasten damit und so stelle ich mich auch auf den gekennzeichneten Platz vor dem verlassenen Rewe. Manche Sachen lassen sich aber nur mit einem dedizierten Lastenfahrrad transportieren.

Also kaufe ich eher öfter ein, die Wege in Gröbenzell sind selbst nach dem Wegfall des Rewe in der Kirchenstraße angenehm kurz, auch die Nachbarstädte sind nicht weit entfernt.

Heute Mittag stellte ich fest, dass ich dringend noch ein 45-Watt-Ladegerät und ein USB-C-Kabel benötigte. Den Lieferanten mit dem kleinen a, den ich viel zu oft für solche Kleinigkeiten bemühe (meistens sammle ich den Warenkorb aber über Tage und Wochen an), ließ ich auch dort im Internet liegen, wo er zu finden ist.

Zum Expert in Olching mit dem Auto? Wenn man nur zwei Teile benötigt, die zur Not auch in die Hosentasche passen? Nein, nicht mein Stil. Bevor es am Nachmittag wieder viel deutlich über 30 Grad haben würde, nutzte ich die milden 29 Grad mit leichtem Wind aus Nordosten aus, um mal eben nach Olching zu radeln, und über Eichenau und Puchheim wieder zurück. 

Nebenan lockte der Getränke Krämer mit Kaltgetränken, mehr als einen kleinen Kasten würde ich auf mein Radl aber nicht bekommen. Immerhin bietet der Krämer auch einen Lieferservice, den ich seit einer Meniskusoperation, in deren Folge ich das Auto weit mehr als drei Wochen lang stehen ließ, in Anspruch nehme.

Werde ich mir doch noch ein Lastenfahrrad anschaffen? Der Schuppen ist schon voller Räder, in der Garage steht das Auto, vor dem Haus wird es auch eng – mal sehen, wo ich mir dafür Platz schaffen könnte. Oder ich leihe mir bei der Gemeinde gelegentlich ein Lastenradl aus, für Schwertransporte jenseits von zwei bis drei Getränkekästen bekäme man beim ADFC noch einen Anhänger dazu.

Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 42,25

Gesamtkilometer 2026 bisher: 2.119