Die Würm ist auch ein schöner Fluss

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Der Begriff „Mittagshitze“ impliziert, dass es am Mittag am heißesten ist. Das wäre bei uns kurz nach 13 Uhr MESZ, wenn die Sonne im Zenit steht, um diese Jahreszeit etwa 65 Grad über dem Horizont.

Nun ist die Atmosphäre aber ein wenig träge, der Energieeintrag durch Sonnenstrahlung macht sich mit Verzögerung als Wärme bemerkbar. Weswegen es eine Stunde vor Sonnenaufgang hier angenehme 20 Grad hat, aber eine Stunde nach Sonnenuntergang das Thermometer immer noch an der 30-Grad-Marke kratzt, von oben her kommend.

So ist es an diesen Hitzetagen eben nicht mittags am heißesten, sondern etwa zwischen 17 Uhr und 18 Uhr. Habe meine Runde über den Waldschweigsee, über Karlsfeld an der Würm entlang bis zur Blutenburg und von dort aus an der Bahn entlang nach Lochhausen und schließlich an der Aubinger Lohe vorbei nach Gröbenzell daher um 11 Uhr angetreten.

Morgen steige ich etwas früher aufs Rad, denn auch wenn es jetzt um 14 Uhr noch heißer und der Höhepunkt noch gar nicht erreicht ist, Mittagshitze war das dennoch. Mein Helmtuch, patschnass zu Fahrtantritt, war nach halber Strecke bröseltrocken und daher ohne jedwede Kühlwirkung. Die Oberschenkel zitterten, das Herz pumpte, die Lunge rasselte. Grad schön war’s.

Kurze Rast an der Würm, Teeflasche leeren, trockenes Helmtuch abnehmen.

Morgens ist es weit angenehmer, ich erledige samstags immer zwei Einkaufsrunden. In der ersten bin ich beim Metzger und Bäcker und je nach Bedarf auch beim Gemüsehändler. Das mache ich an sich das ganze Jahr über, außer bei Glatteis oder Temperaturen, an die wir heute sehnsüchtig denken, die wir aber zum Glück erst wieder in einem halben Jahr außerhalb des Gefrierschranks erleben. 

Die zweite Tour dann nach dem Frühstück mit vollgepackten Fahrradtaschen zum kleinen Wertstoffhof, Glas und Blech dem Recycling zuführen. Weiter zum Edeka, das Pfandglas zurückbringen und die Fahrradtaschen wieder vollmachen. Ich hatte es an anderer Stelle schon mal ausgeführt: Mit meinem Radl kann ich keinen Wocheneinkauf erledigen, deshalb fahre ich öfter. Die Wege sind ja angenehm kurz.

Beide Taschen noch nicht einmal ganz voll und der Gepäckträger hat auch noch Kapazität. Zur Not dann noch einen Rucksack füllen und man bekommt fast so viel unter wie ein überdimensionierter SUV in seinem unterdimensionierten Kofferraum.

Und vor 11 Uhr, wenn die Hitzewarnung des DWD greift, auch noch angenehm schattig. Einkaufen und zum Wertstoffhof muss ich am Sonntag nicht.

Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 201,80

Gesamtkilometer 2026 bisher:  2.286

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