Stadtradeln 2026

  • Wetterwechsel in Sicht

    Eigentlich wollte ich nach etwa zwei Dritteln der geplanten Tour mir nur mal kurz die Füße im Wasser vertreten, an der Kneipp-Anlage in Puchheim Ort, hinter dem Feuerwehrhaus. Aber nichts da: der Gröbenbach war an der Stelle ausgetrocknet.

    Schon der Starzelbach in Eichenau führte nur sehr wenig Wasser, an manchen Stellen war er nicht einmal mehr ein Rinnsal. Und der kleine Ascherbach in Gröbenzell ist heute fast komplett verschwunden, nur ein paar vereinzelte Pfützen liegen noch im Bachbett.

    Hitzewelle bahnt sich an: Gemeinde in Oberbayern trocknet aus – „So etwas gab es noch nie“ titelte der Merkur – im Juli 2022. „Noch nie“ ist also schon nach vier Jahren wieder eingetreten. Der Hchwassernachrichtendienst Bayern (HND) meldet für Gröbenzell derzeit einen Grundwasserpegel von 1,77 unter Bodenniveau, was zwischen der Linie für “niedrig” und “sehr niedrig” liegt. 

    Ich beobachte die Daten seit jenem 1. Juni 2024 sehr genau, als nach drei Tagen Regen das Grundwasser in meinen Keller drückte. Bei 50 Zentimetern unter Bodenniveau hatte es angefangen, kurz nach Mitternacht war der Höchststand von 25 Zentimetern erreicht und das Wasser rauschte geradezu durch die Wände. Aber früher war es auch schon mal heiß und hat dann auch wieder tagelang geregnet, wollen einem Ignoranten weiß machen …

    Der Klimawandel ist da, keine Frage. Der Wetterwechsel nach gut zehn Tagen Hitzedom zeichnet sich ab, der kräftige Westwind und die immer dichter werdenden Wolken sind seine Vorboten. In unserer Gegend scheinen wir einigermaßen glimpflich davon zu kommen, die stärksten Gewitter soll es heute Abend in der Mitte des Landes geben. Hier im Süden wird es nur merklich kühler und auch ein wenig nass. 

    Kommt mir beinahe wie eine Verheißung vor, gegen Regen lässt es sich besser schützen als gegen 36 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit. Gewitter ist etwas anderes, aber das kann man auch an einem sicheren Ort abwettern. Mal sehen, wie das in der kommenden Woche mit meinen Radlplänen kollidiert.

    Ich hatte in der ersten Woche Stadtradeln etwas über 200 Kilometer ins Fahrtenbuch geschrieben, damit schon nach einem Drittel das selbstgesteckte Ziel zur Hälfte erreicht. Nachlassen will ich aber nicht, also gleich nach dem Frühstück wieder aufgesessen und eine kleine Runde gedreht. Erst gegen den Wind, der insbesondere in der Allinger Gern seine volle Kraft entfaltete und massiv bremste. Umso mehr Spaß macht dann die Fahrt an der B2 entlang, wenn der Wind wie verrückt schiebt und die Vorfreude auf ein kühles Fußbad die Kurbel mit 90 Umdrehungen pro Minute die Kette über die Ritzel jagt. 

    Nur musste das Fußbad erstmal entfallen – wenigstens führt der Gröbenbach im Gemeindegebiet noch ein wenig Wasser.

    Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 227,25

    Gesamtkilometer 2026 bisher:  2.311

  • Die Würm ist auch ein schöner Fluss

    Der Begriff „Mittagshitze“ impliziert, dass es am Mittag am heißesten ist. Das wäre bei uns kurz nach 13 Uhr MESZ, wenn die Sonne im Zenit steht, um diese Jahreszeit etwa 65 Grad über dem Horizont.

    Nun ist die Atmosphäre aber ein wenig träge, der Energieeintrag durch Sonnenstrahlung macht sich mit Verzögerung als Wärme bemerkbar. Weswegen es eine Stunde vor Sonnenaufgang hier angenehme 20 Grad hat, aber eine Stunde nach Sonnenuntergang das Thermometer immer noch an der 30-Grad-Marke kratzt, von oben her kommend.

    So ist es an diesen Hitzetagen eben nicht mittags am heißesten, sondern etwa zwischen 17 Uhr und 18 Uhr. Habe meine Runde über den Waldschweigsee, über Karlsfeld an der Würm entlang bis zur Blutenburg und von dort aus an der Bahn entlang nach Lochhausen und schließlich an der Aubinger Lohe vorbei nach Gröbenzell daher um 11 Uhr angetreten.

    Morgen steige ich etwas früher aufs Rad, denn auch wenn es jetzt um 14 Uhr noch heißer und der Höhepunkt noch gar nicht erreicht ist, Mittagshitze war das dennoch. Mein Helmtuch, patschnass zu Fahrtantritt, war nach halber Strecke bröseltrocken und daher ohne jedwede Kühlwirkung. Die Oberschenkel zitterten, das Herz pumpte, die Lunge rasselte. Grad schön war’s.

    Kurze Rast an der Würm, Teeflasche leeren, trockenes Helmtuch abnehmen.

    Morgens ist es weit angenehmer, ich erledige samstags immer zwei Einkaufsrunden. In der ersten bin ich beim Metzger und Bäcker und je nach Bedarf auch beim Gemüsehändler. Das mache ich an sich das ganze Jahr über, außer bei Glatteis oder Temperaturen, an die wir heute sehnsüchtig denken, die wir aber zum Glück erst wieder in einem halben Jahr außerhalb des Gefrierschranks erleben. 

    Die zweite Tour dann nach dem Frühstück mit vollgepackten Fahrradtaschen zum kleinen Wertstoffhof, Glas und Blech dem Recycling zuführen. Weiter zum Edeka, das Pfandglas zurückbringen und die Fahrradtaschen wieder vollmachen. Ich hatte es an anderer Stelle schon mal ausgeführt: Mit meinem Radl kann ich keinen Wocheneinkauf erledigen, deshalb fahre ich öfter. Die Wege sind ja angenehm kurz.

    Beide Taschen noch nicht einmal ganz voll und der Gepäckträger hat auch noch Kapazität. Zur Not dann noch einen Rucksack füllen und man bekommt fast so viel unter wie ein überdimensionierter SUV in seinem unterdimensionierten Kofferraum.

    Und vor 11 Uhr, wenn die Hitzewarnung des DWD greift, auch noch angenehm schattig. Einkaufen und zum Wertstoffhof muss ich am Sonntag nicht.

    Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 201,80

    Gesamtkilometer 2026 bisher:  2.286

  • Ach, diese Hitze – diese entsetzliche Hitze

    Jan Ullrich hätte die Tour de France 2003 gewonnen, wenn am Tag des zweiten Zeitfahrens bei Nantes es genauso heiß gewesen wäre wie gut zwei Wochen davor beim ersten in Lyon. Ullrich kam mit der Hitze von Lyon weit besser zurecht als sein ewiger Konkurrent Lance Armstrong und nahm ihm mehr als eine Minute ab. Im Regen von Nantes war der Vorteil dahin und er musste zu viel riskieren, bis er in der Kurve wegrutschte und die letzte Chance dahin ging.

    Mal abgesehen davon, dass auch Ullrich später der Sieg von 2003 aberkannt worden wäre – es gibt Leute, die kommen mit Hitze weit besser zurecht als andere, Ullrich etwa besser als Armstrong. 

    Ich zähle mich auch zu diesen Leuten – nein, nicht zu jenen, welche die 17 Kehren nach L’Alpe d’Huez in weniger als 45 Minuten hoch strampeln. Sondern zu jenen, die mit Hitze besser auskommen als andere. Aber auch ich habe meine Grenzen.

    Wie angenehm war doch am Donnerstag die Heimfahrt vom Sommerfest mit den Kollegen, das im Taxisgarten geendet hatte. In die anbrechende Dunkelheit hinein, dem letzten Licht aus Westen entgegen, bei Temperaturen endlich wieder nennenswert unter 30 Grad. Fast allein auf Radwegen und Straßen, denn entweder waren all die anderen noch in den Biergärten der Stadt oder vor der TV-Übertragung des Spiels #ECUGER oder gar beides. Ich hätte verbotener Weise mitten auf der Straße fahren können, aber wozu? Auf dem leeren Radweg kam ich wunderbar voran und war fast auf die Sekunde genau zum Anpfiff daheim. Über den restlichen Abend muss ich nicht viele Worte verlieren, hatte ja nichts mit Radfahren zu tun, sondern eher mit Schwimmen, nahe am Ertrinken.

    Welch Kontrast dann am Freitag. Mal wieder ein Homeofficetag, hatte auch mit einem Arzttermin zu tun. Rückblickend wäre ich lieber sofort danach in das kühle Büro geradelt und später am Abend wieder heim, gerne noch mit Zwischenstopp in einem Biergarten. So pendelte ich eben zwischen Terrassentisch (bis etwa 10 Uhr erträglich, dann heiß, dann unerträglich) und Kellerbüro (20 Grad, aber dunkel und hohe Luftfeuchte). 

    Radeln darf aber auch an solchen Tagen nicht entfallen. Also gegen 16 Uhr nochmal auf das Bike gesetzt und ab in die Aubinger Lohe. Die ist recht schattig, hat aber einige herausfordernde Steigungen zu bieten. Wenigstens kühlt der Wind bei der Abfahrt. 

    Wenn gar nichts geht, in der Aubinger Lohe geht immer ein bissl was.

    Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 162,36

    Gesamtkilometer 2026 bisher:  2.249

  • Radeln statt Rollern

    Es ist ziemlich genau sieben Jahre her, dass Sascha Lobo in seiner Spiegel-Kolumne unter dem Titel Gegenwehr aus Gewohnheit ein Loblied auf die E-Scooter gesungen und Kritik an der neuen Art der Fortbewegung als Bräsigkeit geschmäht hat.

    Sein Hauptargument für die „Mobilitätsplattformen“: Mit geliehenen E-Scootern käme man wirklich von A nach B und nicht wie mit einem eigenen oder gemieteten Fahrzeug von A nach A mit dem Zwischenstopp bei B (wie Büro) und eventuell einem Abstecher nach C (Café). 

    Kritiker hätten unterschiedlichste Bedenken, denen aber gemein sei, das Neue erst einmal grundsätzlich abzulehnen. Die Kritik von Radlern etwa sei die, dass es dank der E-Scooter (die auf dem Radweg fahren müssen und das weder auf der Straße noch dem Gehweg dürfen) jetzt noch enger in der ohnehin schon engen Infrastruktur werde. 

    Wo er Recht hat, da hat er Recht, der Lobo. Denn sieben Jahre später sind E-Scooter nach wie vor der Endgegner des Radlers. Hütet man sich vor unvorsichtigen oder rücksichtslosen Rechtsabbiegern oder Autotüröffnern, klingelt man behutsam nur auf die Fahrbahn blickende Fußgänger vom Radweg herunter und sagt dem in der falschen Richtung entgegen kommenden Radler in klaren Worten, was man davon hält, kommt gleich an der nächsten Ecke so ein Scooter herangeschossen. 

    Nicht selten stehen zwei Personen – meist jüngeren Baujahres – auf dem Trittbrett. Dank sofort verfügbarem vollen Drehmoment brausen dem langsam anfahrenden Bioradler, der den Scooter gerade erst mühselig überholt hatte, an der eben (oder noch nicht einmal ganz) grün gewordenen Ampel wieder davon.

    Und wenn ich dann auf meine üblichen 23 bis 25 km/h beschleunigt habe, erweist sich der Scooter schon wieder als Verkehrshindernis, mit seinen permanenten 20 km/h.

    Auf der Straße darf ich bekanntlich mit dem Biobike nicht fahren, dürfte ich nicht einmal mit dem Pedelec, es sei denn, esse handelt sich um ein S-Pedelec, mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit. Derartige Gefährte kommen mit Helm- und Versicherungspflicht und müssen auf die Straße.

    Das größte Ärgernis sind aber rücksichtslos abgestellte E-Scooter. Ich hatte mal bei einer nächtlichen Heimfahrt von einer mit dem Job zusammenhängenden Veranstaltung das große Vergnügen, mitten auf dem Radweg einen stehenden Scooter anzutreffen. Ich habe ein gutes Licht und fahre auch nur in einer den Verhältnissen angemessenen Geschwindigkeit, so bestand für mich keine echte Kollisionsgefahr, grantig war ich dennoch.

    Das ist kein Einzelfall, erst neulich wieder bei einer Sonntagstour in Richtung Olympiapark stand da schon wieder so ein Ding mitten auf dem Radweg an der Von-Kahr-Straße. Und mit Schaudern erinnere ich mich an das wie ein Scooter-Friedhof aussehende Stilleben von vier oder fünf Scootern, die nicht über die Stadtgrenze kamen und daher am Radweg von Gröbenzell nach Lochhausen am Ortsschild abgelegt waren. Wenigstens in der Böschung und nicht auf dem Weg.

    Hinzu kommt, dass der Einsatzzweck als Fortbewegungsmittel für „die letzte Meile“ von S-Bahn-, U-Bahn- oder Trambahnhaltestelle in Richtung Büro oder Wohnung nur dazu führt, dass man sich fast gar nicht mehr bewegt. Von der Thematik, dass im Auftrag der Anbieter nachts Transporter durch die Gegend fahren, Scooter einsammeln und zum Aufladen bringen, ganz zu Schweigen. Nein, E-Scooter und ich werden keine Freunde mehr.

    Ich bin nun einmal ein passionierter Radfahrer, weswegen mir auch deshalb das Konzept von MyRadl besser gefällt. Hier ist das Abstellen nur auf den vorgesehenen Flächen erlaubt, anderswo kostet es Strafe.

    Wer von A nach A mit einem Leihradl von MyRadl zu fahren plant, kann es aber zwischendrin nicht bei B abstellen (und mit dem Absperren das Leihende signalisieren), solange es sich um keine definierte Station handelt.

    Das war beim Vorgänger dem MVG-Radl offenbar anders, was bei der Kundschaft zu Irritationen geführt hat. Angeblich will dem MyRadl mit einer Option begegnen, die Leihe zu unterbrechen. Ich verstehe das Unbehagen, ein Radl irgendwo unabgesperrt hinzustellen.

    Mit der strikten Regelung „Leihende nur an einer unserer Stationen“ vermeidet MyRadl aber die Probleme, die Radler und Fußgänger mit störend in die Landschaft gestellten E-Scootern haben. Von A nach B kommt man dennoch, etwa von einer S-Bahn-Station zur nächsten. Wenn mal wieder die S3 in Lochhausen endet, wäre das recht praktisch – denn die Stadt- und Gemeinedegrenzen mit dem Leihradl zu überfahren ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. 

    Wie oft lande ich im Winter, wenn ich vorwiegend den ÖPNV nutze, in Puchheim anstatt in Gröbenzell, weil die S3 mir gerade vor der Nase davon gefahren ist? Ein MyRadl brächte mich dann kostengünstig oder gar gratis von Puchheim nach Gröbenzell, wo ich eventuell morgens mein eigenes Radl am Bahnhof abgestellt habe. Mit dem nehme ich dann die letzte Meile nach Hause.

    Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 143,05

    Gesamtkilometer 2026 bisher:  2.236

  • Über die Blutenburg in die Stadt radeln

    Wenn ich schon drei mal pro Woche ins Büro sollte, bieten sich freilich Dienstag bis Donnerstag an. Gefällt mir, denn früher hatte man insbesondere Minister aus Bayern als DiMiDo-Minister verspottet, weil sie eben nur von Dienstag bis Donnerstag in Bonn waren (ja, so lange ist das her) und den Rest der Zeit in ihrem Wahlkreis verbrachten. Tempi passati …

    Ich bin dann aber eben der DiMiDo-Redakteur, der montags, freitags und manchmal sogar am Wochenende daheim arbeitet, das Macbook Pro aber von Dienstag bis Donnerstag im abschließbaren Spind im Büro lässt. Was bedeutet: Mittwochs kann ich mit leichtem Gepäck reisen. Etwa nur mit einem Rucksack, in dem gerade mal etwas Notfallwerkzeug passt und ein Hemd, das man auch im Büro tragen kann. Der Rest ist Radl-Spaß.

    Also griff ich mal wieder zum Mountainbike, das ich erst in Februar kaufte, weil mein altes Sportrad nicht mehr reparabel war. Ich brach früh auf, als es noch unter 25 Grad hatte und und fuhr eben nicht direkt ins Büro.

    Also nicht über die Von-Kahr- respektive Allacher Straße mit ihren guten Radwegen, die an manchen Stellen auch breit genug zum Überholen sind, dabei sehr gut von der Fahrbahn getrennt – heute war mir mehr nach Schotter und Wald.

    Was bedeutet: Von Lochhausen aus an der Bahn entlang, den Schotterweg nördlich der Gleise in Richtung Alte Allee. Von der Blutenburg aus geht es dann durch den Durchblick, später ein Stück an der Nymphenburger Schlossmauer vorbei, ehe an der Bus- und Tramhaltestelle Amalienburgstraße die Querung der Menzinger Straße über die Ampel ins Kapuzinerhölzl lockte.

    Not my Radl. Aber wer immer das ausgeliehen hat und hier abstellte, wird eine Strafe zahlen müssen. Rückgabe nur auf den gekennzeichneten Flächen.

    Leider war die kurze Grünphase für querende Fußgänger und Radler in dem Moment zu Ende, als ich an der Furt angelangt war. Die nächste würde es trotz Stau auf der Menzinger erst in einer halbe Stunde geben – okay, ich übertreibe, aber letztens habe ich hier über drei Minuten warten müssen.

    Dann eben weiter an der Schlossmauer, am Haupteingang des botanischen Gartens vorbei und insbesondere am Stau – immer wieder ein Vergnügen. Diesen Abschnitt kenne ich jetzt auch schon seit 30 Jahren oder länger und schätze ihn wegen des einwandfreien Asphalts und des leichten, kaum merklichen Gefälles. So macht Radeln noch mehr Spaß.

    Die letzten zwei bis drei Kilometer geht es auf dem Radweg am Wintrichring entlang, der nach Querung der Dachauer Straße Georg-Brauchle-Ring heißt und an dessen Hausnummer 23 das OBC liegt.

    Des is mei Radl.

    Auf dem Heimweg verzichtete ich angesichts der knackigen 32 Grad auf Umwege, in der Woche zuvor war ich auch auf dem Rückweg durch das Kapuzinerhölzl geradelt, später am westlichen Ende der Aubinger Lohe nochmal über Schotter.

    Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 109,81

    Gesamtkilometer 2026 bisher: 2.199

  • Bürotage statt Hundstage

    Dreimal in der Woche sollte ich im Büro arbeiten, die restlichen beiden Arbeitstage sind auch im Homeoffice möglich. Erlaubt sind natürlich auch fünf im Büro, aber bei der derzeitigen Hitze bleibe ich gerne mal daheim und spare mir das Pendeln.

    Andererseits: Im unserem Büro im fünften Stock des Olympia Business Center (OBC) ist es angenehm kühl. Das Gebäude gehört den Stadtwerken München, die ivom Erdgeschoß bis Stockwerk 4 ihre Mitarbeitenden untergebracht haben und die vier weiteren Stockwerke vermieten. 

    Das OBC wurde erst vor wenigen Jahren renoviert und mit einer nachhaltigen Kühlung ausgestattet, die auf Ökostrom läuft. Von Tag zu Tag finde ich mehr Gefallen daran, ins 24 Grad kühle Büro zu radeln und nicht bei annähernd 30 Grad am Terrassentisch zu arbeiten oder bei zu frischen 19 Grad an meinem Homeoffice-Arbeitsplatz im Keller.

    Zumal morgens die Fahrt ins Büro noch sehr angenehm ist, bei etwas über 20 Grad und heute mal mit leichtem Rückenwind. Ich nehme gerne den kleinen Umweg über Lochhausen und Aubing in Kauf, vom kleinen Park über den Aubinger Tunnel geht es dann über den Radweg an der Mühlangerstraße über die A8 in Richtung Inselmühle und dann weiter über von-Kahr-Straße/Allacher Straße und Wintrichring zum Georg-Brauchle-Ring.

    Über die Langwieder Hauptstraße und die Lochhauser Straße wäre die Route etwa einen Kilometer kürzer, aber sie hat ihre Tücken. Denn nördlich der Langwieder Hauptstraße verläuft ein Fußweg, der zwar in beiden Richtungen für Radler freigegeben ist, den man aber gefahrlos an sich nur stadtauswärts befahren kann: die Fahrbahn zweimal zu queren ist mit Risiko verbunden. 

    Gleiches gilt an der Berglwiesenstraße, auf der Brücke über die A8, nahe der Einfahrt zum Aubinger Tunnel. Und an beiden Straßen wurde ich schon von ungeduldigen Autofahrern mit Abständen unter 15 Zentimetern überholt, was im Anstieg der Brücke besonders fatal ist. Nicht von ungefähr gibt es hier eine durchgezogene Linie, die man selbst bei den engsten Überholmanövern noch überfährt. Besser bergauf ohne Sicht auf den Gegenverkehr nicht überholen als sich und andere gefährdend zu überholen? Diese Erkenntnis haben so manche motorisierte Verkehrsteilnehmer bisher nicht verinnerlicht. Dabei geht es um einen Zeitgewinn von nur wenigen Sekunden, bei der Abfahrt von der Brücke lässt sich zwar auch nicht Gesetzes konform, aber doch sicher überholen, solange nichts entgegen kommt.

    Ganz nett sind auch immer die Autofahrer, die meinen, mich belehren zu müssen, da sei doch ein Radweg, warum ich verbotener Weise auf der Fahrbahn unterwegs sei? Nun ja, das Verkehrszeichen 239 (rund, blau, weiße Silhouetten einer Erwachsenen und eines Kindes) mit Zusatzschild 1022-10 (rechteckig, schwarzes Fahrrad auf weißem Grund) bedeutet nur, dass Radler dort in Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen – aber es nicht müssen. Benutzungspflichtig sind nur Wege, an denen ein rundes blaues Schild mit einem weißen Fahrradsymbol steht: das sind die mit den Nummern 237 (Radweg), 240 (gemeinsamer Geh- und Radweg) und 241 (getrennter Geh- und Radweg). Und solche stehen weder an der Langwieder Hauptstraße noch an der Berglwiesenstraße.

    Eines der Kraftfahrzeuge, aus denen ich einst eine Belehrung erhielt, war silbern mit grünen Streifen, auf dem Dach ein Blaulicht. Das war jedoch an anderer Stelle, etwa dort, wo Lochhausen an Aubing grenzt und die Henschelstraße zur Altostraße wird. Der Beamte auf dem Beifahrersitz meinte, ich sei dort auf dem „Radweg“, der kein Radweg ist, weit sicherer, was ich klar verneinen musste. Schließlich führt der an mehreren Einmündungen von Wohnstraßen vorbei – und ich hatte schon öfter auf regulär in zwei Richtungen befahrbaren Radwegen das Problem, dass abbiegende Autofahrer nicht auf dem Schirm hatten, dass ein Radler von links kommen könnte. Der in Aubing-Lochhausen ist jedoch ein sehr unschöner und unübersichtlicher Streckenabschnitt, ich biege unmittelbar nach dem Lochhauser Bahnhof lieber links in die Schrimpfstraße und später in die Denkenhofstraße in Richtung Mühlangerstraße ab, da ist weniger Verkehr.

    Wenn der Bürotag langsam sein Ende findet, sinkt die Temperatur noch lange nicht in den angenehmen Bereich. Aber bis 20 Uhr oder länger will ich dann auch nicht im OBC bleiben. Also raus in die Hitze und nach Hause gestrampelt. Ich behelfe mir wieder mit dem Kopftuchtrick, das Helmtuch ordentlich nass gemacht, das hält den Kopf und das Gemüt kühl. In den Autokolonnen, an denen ich mal wieder entspannt auf dem Radweg vorbei fahre, mögen die meisten ihre Klimaanlage ordentlich aufgedreht haben, sonst ist es insbesondere im Stau kaum auszuhalten. Ich habe nur an den wenigen Ampeln ein Problem, wenn es länger nicht mehr weiter geht, aber nach etwa 50 Minuten bin ich dann doch wieder wohlbehalten daheim.

    Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 72,92

    Gesamtkilometer 2026 bisher: 2.166

  • Mittagsrunde zum Einkaufen

    Mit dem Fahrrad einkaufen unterscheidet sich zum Einkauf mit dem Auto etwa so wie das Laden des E-Autos mit dem Betanken des Verbrenners. Man lädt eben bei sich jeder bietenden Gelegenheit, der Akku lebt ohnehin länger, wenn man ihn zwischen 20 und 80 Prozent Ladung betreibt und beim Laden nicht zu heiß werden lässt. Den Benziner oder Diesel fährt man bis zum Anspringen der Reserveleuchte und füllt dann bis Oberkante Unterlippe den Tank voll.

    Einen kompletten Wocheneinkauf oder den für zwei bekomme ich mit meinem Rad natürlich nicht transportiert. Ich stelle mich zwar auf den Standpunkt, ein jedes Fahrrad sei ein Lastenrad, transportiert man Lasten damit und so stelle ich mich auch auf den gekennzeichneten Platz vor dem verlassenen Rewe. Manche Sachen lassen sich aber nur mit einem dedizierten Lastenfahrrad transportieren.

    Also kaufe ich eher öfter ein, die Wege in Gröbenzell sind selbst nach dem Wegfall des Rewe in der Kirchenstraße angenehm kurz, auch die Nachbarstädte sind nicht weit entfernt.

    Heute Mittag stellte ich fest, dass ich dringend noch ein 45-Watt-Ladegerät und ein USB-C-Kabel benötigte. Den Lieferanten mit dem kleinen a, den ich viel zu oft für solche Kleinigkeiten bemühe (meistens sammle ich den Warenkorb aber über Tage und Wochen an), ließ ich auch dort im Internet liegen, wo er zu finden ist.

    Zum Expert in Olching mit dem Auto? Wenn man nur zwei Teile benötigt, die zur Not auch in die Hosentasche passen? Nein, nicht mein Stil. Bevor es am Nachmittag wieder viel deutlich über 30 Grad haben würde, nutzte ich die milden 29 Grad mit leichtem Wind aus Nordosten aus, um mal eben nach Olching zu radeln, und über Eichenau und Puchheim wieder zurück. 

    Nebenan lockte der Getränke Krämer mit Kaltgetränken, mehr als einen kleinen Kasten würde ich auf mein Radl aber nicht bekommen. Immerhin bietet der Krämer auch einen Lieferservice, den ich seit einer Meniskusoperation, in deren Folge ich das Auto weit mehr als drei Wochen lang stehen ließ, in Anspruch nehme.

    Werde ich mir doch noch ein Lastenfahrrad anschaffen? Der Schuppen ist schon voller Räder, in der Garage steht das Auto, vor dem Haus wird es auch eng – mal sehen, wo ich mir dafür Platz schaffen könnte. Oder ich leihe mir bei der Gemeinde gelegentlich ein Lastenradl aus, für Schwertransporte jenseits von zwei bis drei Getränkekästen bekäme man beim ADFC noch einen Anhänger dazu.

    Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 42,25

    Gesamtkilometer 2026 bisher: 2.119

  • Eröffnungstour, schweißtreibend

    Ich kenne den Münchener Berg östlich von Fürstenfeldbruck recht gut, bin in den letzten Jahren jeden mir bekannten Weg hoch oder runter gefahren. An der B2 entlang, durch die Emmeringer Leite oder von der Amper kommend.

    Der meiner Erfahrung nach steilste und anstrengendste Weg geht hinter dem Kloster Fürstenfeld in Richtung Gelbenholzen/Pfaffing hoch. Mit gewisser Erleichterung stellte ich aber schon beim Check des Routenplans für die Eröffnungstour des diesjährigen Stadtradelns fest, dass die vom ADFC geführte Tour aus Gröbenzell und Olching den etwas weniger steilen Weg vom Bahnhof FFB über den Pfaffinger Weg in Richtung Biburg nehmen würde.

    Anstrengend waren die rund 70 Höhenmeter für mich und mehr als 50 anderen Stadtradelnden aus Gröbenzell und Olching dennoch – gut 13 Kilometer waren bis dahin schon durch die Hitze des Junisonntags absolviert. 

    Die meisten Wege mir vertraut, war über Details der von Martin Oetjen geleiten Tour aber immer wieder freudig überrascht – “ach, so kommt man auch von Olching nach Esting” und später “Interessante Variante auf dem Weg von Eichenau nach Puchheim”. 

    Screenshot

    Meist radle ich im hiesigen Landkreis und den benachbarten alleine oder mit der Gattin, für mich war das auch eine neue Erfahrung, mit ein paar Dutzend Gleichgesinnten zu radeln. Wird vermutlich nicht das letzte Mal gewesen sein, wenngleich im Pulk respektive in der Schlange zu fahren, höchste Aufmerksamkeit erfordert und noch mehr anstrengt als Radln in der Hitze allein. Immerhin blieb das Tempo moderat, damit wirklich alle mitkommen. 

    Was die Leistung des etwa sechsjährigen Mädchens, das mit seinem Vater unterwegs war, keineswegs schmälert. Erst am Berg musste sie der Anstrengung Tribut zollen und nahm mit Vater und ADFC-Schlussfahrer Thomas Schubert eine kleine Abkürzung, die aber auch nur etwa 20 Höhenmeter weniger erklomm – bei der Abfahrt aus Biburg in Richtung Alling trafen wir die drei an dem Feldweg wieder, der in Wagelsried auf die Straße trifft.

    Die letzten Höhenmeter von Gelbenholzen/Pfaffing nach Biburg hinauf sind auch für mich so etwas wie der Endgegner. Nach der Linkskurve gerät man erst in eine leichte Senke, in der man noch etwas Tempo aufnehmen kann, dann wird es aber sehr kurz sehr steil – müssten so um die 12 bis 14 Prozent sein – ehe es wieder etwas flacher ansteigt, dann aber in der prallen Sonne.

    Klar, mit dem E-Bike ginge es leichter den Münchener Berg, ich hatte das schon ausgiebig genau an der Stelle getestet. Bei Temperaturen wie den heutigen ist man mit dem Biobike – also dem allein durch Muskelkraft angetriebenen Gefährt – deutlich im Nachteil. Macht aber irgendwie mehr Laune, wenn man sich den Berg hochgequält hat und bei der Trinkpause im Schatten einen großen Schluck aus der Fahrradflasche nimmt. 

    An Hitzetagen behelfe ich mir mit einem Trick: Als mobile Klimaanlage montiere ich mir ein patschnasses Kopftuch unter den Helm, das hält auch bei 35 Grad den Kopf für eine gute Stunde kühl – immer wieder beim Pendeln im Sommer ausprobiert. Am Nöscherplatz in Olching beim ersten Zwischenstopp also nochmal das Tuch in den Brunnen gehalten, und weiter geht die Fahrt. 

    Die Abfahrt vom Münchener Berg ist dann ein erfrischendes Vergnügen, die Rückfahrt nach Puchheim und Gröbenzell die pure Vorfreude auf ein Kaltgetränk.

    Die Würm ist auch ein schöner Fluss und die Inselmühle immer eine Einkehr wert. Liegt etwa auf halber Strecke vom Büro nach Hause.

    In der anstehenden Woche bleibt es zunächst so heiß, aber morgens ist es noch gut erträglich und nach der Arbeit ließe sich zur Not auf halber Strecke einkehren, um das Kopftuch in der Würm erneut zu befeuchten oder die Kehle mit einem Getränk in der Inselmühle.

    Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 28,25

    Gesamtkilometer 2026 bisher: 2.105

  • Vor dem Start

    Meine Nominierung als Stadtradln-Star ist fast ein wenig unfair, das gebe ich gerne zu. Ich fahre ohnehin recht häufig mit dem Fahrrad, Strecken von 15 Kilometern oder mehr schrecken mich nicht ab. In den vergangenen Jahren waren einige dabei, in denen ich insgesamt weitere Strecken mit dem Fahrrad zurückgelegt habe als mit dem Auto, so um die 4000 Kilometer pro Jahre radle ich.

    Wie ich heute feststelle, bin ich auch 2026 auf Kurs. Das erste Halbjahr ist noch nicht ganz vorbei und mein persönlicher Kilometerzähler steht schon auf fast 2000 Kilometern. Wahrscheinlich bin ich schon drüber, weil ich das ein oder andere Mal vergessen hatte, die Apple Watch aufzuladen oder die Tour zu starten. 

    Ich habe mal mitgezählt, allein aus dem Ehrgeiz, bei der Steuererklärung angeben zu können, an wie vielen Tagen ich mit dem Rad im Büro war, mit dem Auto oder mich der ÖPNV ans Ziel und wieder nach Hause brachte (ich weiß, die Pendlerpauschale ist unabhängig vom Verkehrsmittel und den Steuerprüfer im Finanzamt hat das nur mäßig beeindruckt). Aber in meinem besten Jahr bisher – 2019 – kam ich in meiner Zählung auf 92 Bürofahrten. Also an fast jedem zweiten Arbeitstag war ich mit dem Rad die 20 Kilometer von Gröbenzell in die Parkstadt Schwabing gefahren. Damals war ich auch noch sieben Jahre jünger und Homeoffice für mich zwar eine tägliche Notwendigkeit von etwa 6.30 Uhr bis 7.30 Uhr und manchmal auch noch abends, aber ansonsten weithin unbekannt. Bis 2020 alles anders wurde.

    Seit dem Jahreswechsel 2021/22 ist mein Büro am Olympiapark, im hochtrabend Olympia Business Center genannten Riegel schräg gegenüber vom O2-Tower, der nicht weniger hochtrabend offiziell Uptown Munich heißt.

    Das OBC ist ein hübsches achtstöckiges Gebäude, das den Stadtwerken München gehört und bis hinauf zum 8. Stock auch von ihnen genutzt wird. Schön: Das OBC liegt fünf Kilometer näher an Gröbenzell als die Parkstadt Schwabing. Noch schöner: Es gibt einen Fahrradkeller, in Schwabing-Nord musste das Radl immer draußen stehen bleiben.

    Noch leben wir eine recht großzügige Homeoffice-Regelung, sodass ich seit 2022 an manchen Tagen doch lieber daheim geblieben bin, anstatt mich morgens durch den Regen zu quälen oder am frühen Abend in der Sommerhitze zu leiden. An manch anderen Tagen war die Besetzung im Büro so gering, dass ich im Homeoffice beinahe mehr menschliche Ansprache hatte, also sparte ich mir das Pendeln und drehte abends noch mal eine Radlunde um Gröbenzell und Umgebung. Ist dann streng genommen kein Stadtradeln mehr, denn die Idee, anstatt zu Radeln, für die Abendtour in den Biergarten (und sei es der daheim) das Auto zu nehmen, ist dann doch etwas absurd.

    Die Kilometer der Abendtouren habe ich dennoch in das Stadtradln-Protokoll aufgenommen, das werde ich auch in diesem Jahr so handhaben. Wenn dann am Ende der drei Wochen eine scheinbar beeindruckende Zahl stehen sollte (mein Ziel: 400), hat diese auch damit zu tun, dass ich nicht nur zum Pendeln das Rad benutze, sondern auch in der Freizeit. Und selbst beim Pendeln drehe ich gerne ein paar Umwege.

    Heute nahm ich etwa mein Mountainbike, das ich erst in Februar kaufte, weil mein altes Sportrad nicht mehr reparabel war, und fuhr nicht direkt ins Büro. Sonst nehme ich immer die Von-Kahr- respektive Allacher Straße, recht gute Radwege, an manchen Stellen auch breit genug zum Überholen, sehr gut von der Fahrbahn getrennt.

    Mir war aber mehr nach Schotter und Wald. Also  fuhr ich von Lochhausen aus an der Bahn entlang, den Schotterweg nördlich der Gleise in Richtung Alte Allee. Von der Blutenburg aus geht es dann durch den Durchblick, später ein Stück an der Nymphenburger Schlossmauer vorbei, ehe ich an der Bus- und Tramhaltestelle Amalienburgstraße die Menzinger Straße über die Ampel querte und mich ins Kapuzinerhölzl aufmachte.

    Die letzten beiden Kilometer ging es dann wieder auf dem Radweg am Wintrichring entlang, der nach Querung der Dachauerstraße Georg-Brauchle-Ring heißt und an dessen Hausnummer 23 das OBC liegt.

    Auf dem Heimweg nahm ich eine ähnliche Route, wieder durch das Kapuzinerhölzl, später dann noch am westlichen Ende der Aubinger Lohe wieder über Schotter. Vorteil dieser kleinen Umwege: Meist geht man dem Autoverkehr aus dem Weg. Warum das eine gute Idee ist, werde ich zu gegebener Zeit erläutern.

    Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 0

    Gesamtkilometer 2026 bisher: 1.984

  • Mission Statement

    Liebe Stadradelnde aus Gröbenzell, nwenn ich mich mal kurz vorstellen darf? Mein Name ist Peter Müller, was einigermaßen langweilig klingt. Ich hoffe jedoch, stets das wichtigste Gebot des Erzählens einzuhalten: Du sollst nicht langweilen.

    Weswegen ich mich beim Stadtradeln gar nicht langweilig als RoterRadler13 registriert habe, auch in diesem Jahr wieder im offenen Team Gröbenzell. Warum rot? Seit ich denken kann, bin ich Fan des FC Bayern München und damit zwangsläufig der Farbe rot. Mein Haus in Gröbenzell ist rot gestrichen (hat witzigerweise ein den Blauen zugetaner Maler ein klein wenig widerwillig, aber exzellent erledigt), ich habe ein rotes Radl für Freizeittouren (für Fahrten ins Büro am Olympiapark und für Einkäufe in Gröbenzell und Umgebung noch ein blaues, könnte den Maler freuen), selbst mein Auto ist rot. Das Auto, das ich in den drei Wochen im Juni und Juli nicht selbst bewege. Was die Kinder damit machen, ist eine andere Sache, aber ich werde sehr wahrscheinlich auf den Radln (dem roten und blauen) mehr Kilometer zurücklegen, als die mit meinem Auto.

    Warum 13? Ich sprach bereits vom FC Bayern und dass mein Name Müller ist. Sowohl Gerd als auch Thomas haben in der Nationalmannschaft mit der 13 auf dem Rücken gespielt, leider nie beim FC Bayern. War zu Gerds Zeit die Nummer des Ersatzstürmers, aber wenigstens spielt der Thomas jetzt in Vancouver mit der 13. In Blau. Oder Weiß. Na, wenigstens die Farben unseres Himmels.

    Was man sonst noch über mich wissen sollte: Geboren in Pasing, aufgewachsen in Aubing, studiert (Physik) in München und Garching, lebhaft seit 2003 in Gröbenzell, das ich schon in der Kindheit als nahegelegenes Ziel für Radtouren kennenlernen durfte. Damals gab es den Grünen Baum noch, für Erfrischungen mit Limo und Radler.

    Beruflich treibe ich mich am Olympiapark herum, da ist das Büro der IDG Tech Media GmbH/ Foundry, die unter anderem das Computerportal macwelt.de betreibt, dessen stellvertretender Chefredakteur ich bin. Ihr wisst schon, Apple, Macintosh, iPhone und so. 

    Ich nehme gerne die Herausforderung als einer der Stadtradln-Stars an und werde Euch an dieser Stelle von meinen Erfahrungen berichten. Das rote und das blaue Radl werde ich hoffentlich um die 400 Kilometer weit bewegen, wenn es so läuft wie in den Jahren zuvor. Das rote Auto bleibt weitgehend stehen und wenn es fährt, dann ohne mich.

    Schon heute weiß ich, dass der Verzicht auf die Bequemlichkeit, die Schnelligkeit und die Transportfähigkeit an manchen Tagen herausfordernd wird. Aber womöglich finde ich in diesen Situationen Lösungen, an die ich jetzt noch gar nicht denke.