Eine der scheußlichsten Eigenschaften der Menschheit ist die Schadenfreude. Aber ich kann kaum verhehlen, dass ich heute unmittelbar nach dem Aufwachen mit Genugtuung vom Ausscheiden der USA beim World Cup der korrupten und unterwürfigen FIFA erfuhr.
Dieser Abschied vom amerikanischen Jahrhundert macht aber keine Freude. Wie ein Imperium aus Gründen der Gier und der Selbstüberschätzung vor aller Augen Selbstmord begeht, sollte uns eher mit Sorge erfüllen.
Mein siebtes „Album“, also die siebte Sammlung von Garagebandgedudel, die ich seit 2020 bei Soundcloud eingestellt habe, musste natürlich „Der 7. Streich“ heißen.
Gerüchte besagen, ich bereite das achte „Album“ unter dem Arbeitstitel „Guten Abend, gute 8“ vor. Aber es muss nicht immer Wortspiel sein …
Der 7. Streich
Rückblick und Ausblick
Im ersten Teil stellen sich die vorherigen sechs Alben retrospektiv vor, der zweite Teil erklärt kurz die Werke des siebten Streiches
Der erste Streich war zur Coronazeit
Ein Protokoll der Einsamkeit
Der zweite Streich war relativ
Die Geschichte war rein fiktiv
Fiese Streiche spielen ist recht schäbig
Knapp daneben zielen endet gerne tödlich
Meiner Streiche Zahl Ist jetzt die sieben
Habe es selten mal ein wenig übertrieben
Der dritte Streich hat kaum erheitert
Bin da auch gescheit gescheitert
Die vier Jahreszeiten sodann
Hört‘ selbst im Sommer kaum wer an
Fiese Streiche spielen ist recht schäbig
Knapp daneben zielen endet gerne tödlich
Meiner Streiche Zahl ist jetzt die sieben
Habe es selten mal ein wenig übertrieben
Aufgeben würd‘ ich‘s nie
Geht’s auch zurück in die Dystopie
Turn up the volume, open the throttle
bin Basstölpel und Gitarrentrottel
Fiese Streiche spielen ist recht schäbig
Knapp daneben zielen endet gerne tödlich
Meiner Streiche Zahl ist jetzt die sieben
Habe es selten mal ein wenig übertrieben
Ein Parsec durch die Leere
nimmt etwas von der Schwere
Die im Bahndrama wohnt
Vor Enttäuschung bleibt verschont
wer trinkt um Viertel vor Bier
Auf den Radwegen in Peru
Oder im Winterblues hier
und in diesem X immerzu
Böse Medizin gibt uns nicht wenig
der mörderische Orangenkönig
Wer sich nicht dem Credo beugt
wird zerteilt und im Meer verstreut
Beinah’ traurig endet das Gedicht
Es liegt allein an mir
An euch da liegt es nicht
auch die Blue Note kann nichts dafür
Ein Parsec durch die Leere
Fantastische Geschichte aus dem Weltraum
Locker inspiriert von Andy Wiers Roman „Project Hall Mary“ und von Steven Wilsons „The Overview“.
Bin auf unmöglicher Mission
Einer Reise zu den Sternen
Seit vielen Jahren schon
Muss ich täglich Neues lernen
Was ist Rektaszension?
Was ist ein Okular?
Und welche Deklination
Haben wir im Januar?
Aus dem Mittelpunkt der Welt gerückt
Völlig allein im weiten All
Man wird da komplett verrückt
Ich bin es in jedem Fall
Noch ein Parsec durch die Leere
Immer noch nicht weit genug
Je lauter ich mich beschwere
Umso länger dauert dieser Flug
Die Physik, es sei ihr Dank
Sie hat mich fest im Griff
Immer leerer wird der Tank
Immer schneller fliegt so das Schiff
Was ist Rektaszension?
Was ist ein Okular?
Und welche Deklination
Haben wir im Januar?
Noch ein Parsec durch die Leere
Immer noch nicht weit genug
Je lauter ich mich beschwere
Umso länger dauert dieser Flug
Bahndrama
Fast schon wohlfeile Klage
Klar, die Bahn hat ihr Eigentümer die letzten 30 Jahre lang sträflich vernachlässigt. Auf den Straßen ist aber nicht viel weniger los und die Verspätungen im Flugverkehr sind manchmal noch krasser. Warum muss dieses Pendeln denn überhaupt sein?
Über eine halbe Stunde zu spät, der Anschlusszug kann nicht warten
Das dritte Mal die Woche schon, dann muss es wohl Mittwoch sein
Mein Mund flucht heftig Worte und zwar die besonders harten
Ich will doch nur zur Arbeit und auch pünktlich heim
Nein, ich glaube doch keiner Verschwörungstheorie
Für mich sieht es allmählich doch danach aus
Willentlich kaputt gespart von Hörigen der Autoindustrie
Bleibt dem Bahnfahrer nur noch der Weg ins Autohaus
Der Chef will seine Schäfchen täglich sehen
Weil er ihnen stets misstraut
So kann’s nicht ohne Pendeln gehen
Was mir den ganzen Tag versaut
Also kaufe ich mir das teure E-Mobil, für das Rad ist es doch zu weit
Und siehe da, egal, wann ich fahr: Ich bin noch immer viel zu spät
So verschwende ich auch im Stau so viel von meiner schönen Zeit
Die, wenn man’s eilig hat, immer viel zu schnell vergeht.
Der Chef will seine Schäfchen täglich sehen
Weil er ihnen stets misstraut
So kann’s nicht ohne Pendeln gehen
Was mir den ganzen Tag versaut
Du täuschst dich
Anders, als man denkt
Traum eines bindungsunwilligen Machos, aus dem er ziemlich bedröppelt erwacht.
Du hast Dir wohl gedacht
das ist wie füreinander gemacht
Und es auch ewig hält
wir zwei gegen den Rest der Welt
Doch Du täuschst Dich meine Liebe
Ich stille hier nur meine Triebe
Und bleib bei Dir nur kurze Zeit
Lieber allein als mit dir zu zweit
Die Nacht mit dir, die war sehr schön
doch muss ich leider gehen
bevor der Hahn am Morgen kräht.
Komme gerne früh, gehe nicht zu spät.
Hatte Träume, ziemlich wilde,
war noch nicht mal richtig wach,
setzte sie mich ins Bilde
als sie diese Worte sprach:
Du sprichst ja wie im Fieber
Und täuschst dich schwer, mein Lieber
Ich bin es, die jetzt geht
Wohin der Wind mich weht
Zu einem, der mich besser sieht
Und vielleicht auch wirklich liebt
Präg dir das bitte ein
Bist bald einsam, nicht nur allein
Viertel vor Bier
Mit ein wenig Suchtpotential
„Kein Bier vor vier – aber in Tokio ist es schon halb fünf“ – „Lieber einen Bauch vom Saufen als einen Buckel vom Arbeiten“ – „Lieber ein stadtbekannter Säufer als ein anonymer Alkoholiker“ – nichts davon ist wirklich lustig, die Droge Alkohol weit gefährlicher, als es ihr gesellschaftlicher Status vermuten lässt. Einerseits braucht es gewiss nicht noch mehr Drogenverharmlosung, andererseits ist es reichlich bigott, im Bierzelt vor berauschtem Publikum gegen Cannabis zu hetzen und den Säufern anschließend zuzuprosten.
Die 40 Prozent im seinem Whisky, die sind ja nur der Kehrwert
Von den fünf Halben, die er gierig am Abend trank
Da es täglich mehr wird, ist er ziemlich krank
es ist nicht viertel vor Bier, fünf vor zwölf ist es hier
In Strömen fließt hier Bier und Wein, Wasser, selbst mit Zucker, ist verpönt
Hier kann ein guter Wirt nur sein, wer die Trinker mit Schnaps verwöhnt
Alkohol ist kein Tabu, sie saufen immerzu
es ist nicht viertel vor Bier, fünf vor zwölf ist es hier
Manche Pflanzen wollen sie verbieten
die saufenden, bigotten Nieten
Seien wir einmal ehrlich
Alk ist billig und verdammt gefährlich
Schlimm die Zeit vor dem Weihnachtsmarkt – zum Haareraufen
Seit der Wiesn kaum ein Grund zum Fressen und Saufen
Alkohol ist kein Tabu, sie saufen immerzu
es ist nicht viertel vor Bier, fünf vor zwölf ist es hier
Manche Pflanzen wollen sie verbieten
diese saufenden, bigotten Nieten
Seien wir einmal ehrlich
Alk ist billig und verdammt gefährlich
Kampftrinker ist kein Lebenszweck
Wollte ich auch niemals sein
Dennoch: der Sprit muss weg
Das Bier, der Schnaps, der Wein
Manche Pflanzen wollen sie verbieten
diese saufenden, bigotten Nieten
Seien wir einmal ehrlich
Alk ist billig und verdammt gefährlich
Radwege in Peru
Entwicklungshilfe und Klimaschutz verstehen Leute komplett falsch
Das meiste Geld, das aus Deutschland in diverse Projekte zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum Klimaschutz fließt, kommt mit hoher Rendite zurück, früher oder später.
Sagst: „Sie nehmen uns unser Geld!
Wir verschicken‘s gern in alle Welt!“
Oh, Mann! Das sind doch Kredite
Die kommen zurück mit Rendite
Ich muss dich verlassen
wie kannst du nur so hassen?
Du schimpfst immerzu
auf Radwege in Peru
Ja, die Schienen sind marode
Das ist Schwarze-Null-Methode
Sparen um des Sparens Willen
Die Zukunft so verspielen
Kannst mich gar nicht mehr verstehen
Deshalb werde ich jetzt gehen
Nicht einmal hörst du mir zu
Schimpfst nur über Radwege in Peru
„Wenn die nur rumlungern und klau‘n
Sollen Sie verhungern, kein Bedauern“
Im Diffamieren bist du gut
Hast kein Hirn, nur noch blanke Wut
Kannst mich gar nicht mehr verstehen
Deshalb werde ich jetzt gehen
Nicht einmal hörst du mir zu
Schimpfst nur über Radwege in Peru
Hast auch keine Ahnung von Kohle und Atom
So hasst du jeden grünen Strom
Denn in deiner Dämlichkeit
Stört ein Windrad die Bequemlichkeit
Kannst mich gar nicht mehr verstehen
Deshalb werde ich jetzt gehen
Nicht einmal hörst du mir zu
Schimpfst nur über Radwege in Peru
Winterblues
Lied vom Leid – aus der Kälte und der Dunkelheit
Der Winterblues hat seine Saison von Ende Oktober bis etwa Ende März. Im Gegensatz zu einer Depression, die mit Medikamenten und professioneller Therapie zu behandeln ist, schleicht sich der Winterblues bei Bewegung an der frischen Luft oder dem Einsatz von zwei leicht verzerrten Gitarren.
Der Morgen war so hell als ob‘s noch Sommer wär
Die Straßen des Ortes so früh noch menschenleer
Ich genoss den Sonntagmorgen war fröhlich wie verrückt
Doch dann wurde es früh dunkel, denn die Uhr war zurück gestellt
Ich mag sie nicht, des Herbstes Stürme
Ob ich heuer vor ihnen türme?
In den Süden, nochmal Sonne tanken
Ach nein – ich flieh‘ nur im Gedanken.
Zu meinem Leid
ist es nun soweit
Schon wieder
fünf Monate Dunkelheit
Ganz ohne Illusion
es ist keine Depression
Nur ein Winterblues
lange kenn ich den schon
Ganz einfach nur Winterblues
In diesem X
Alle unter falschen Namen
Asoziale Medien sollte man sie nennen: Von russischen Trollen und gierigen Bots überflutet, beste Plattformen für Desinformation und Betrug. Womöglich werden sich schon bald nur noch KI-Bots mit KI-Lesern streiten – das echte Leben ist wo anders und wir schauen nur noch angewidert dem tumben Treiben zu.
In meinem Leben herrscht ständig Flaute
Doch in diesem X bin ich populär
weil ich dort ungestraft behaupte
dass ich jemand anders wär.
Meist bin ich dort der große Held
und wenn auch manche sagen
dass ich für ein klein wenig Geld.
werd zum Troll von Putins Gnaden.
In diesen wilden Zeiten
muss nicht nur ich
verdeckt arbeiten
Im Zeitalter der Desinformation
da bin ich gern
der Wahrheit Substitution
Mal schocke ich als Kläger
und betrüge mit nem Trick.
Gib dann den heißen Feger
verspreche Liebesglück
Gib dir Nachrichten aus Politik und Sport
Ohne ihren Kern und ohne Magie
schreibe ich Artikel im Akkord
Ich bin ja nur eine KI
Lüg euch das Blau vom Himmel herunter
so unterschätzt Ihr die Gefahr
So manche Orte gehn schon unter.
Die Katastrophe ist längst da.
In diesen wilden Zeiten
muss nicht nur ich
verdeckt arbeiten
Sie hatten mich gewarnt
doch oh Schreck, ich bin enttarnt
verliere ich der Maske Schutz
sehen alle: Ich bin zu nichts nutz
Böse Medizin
Im Irrenhaus gefangen
In manchen Unternehmen fühlt man sich so, als sei man mit Verrückten gefangen. Und damit meine ich nicht psychiatrische Kliniken. Wie mag das erst den wenigen Mitarbeitenden in Pennsylvania Avenue 1600 gehen, die noch bei Sinn, Verstand und Anstand sind? Gibt es die überhaupt noch oder haben die Psychopathen komplett übernommen?
Fühle mich wie in der Proktologie
Hab‘s ständig mit Arschlöchern zu tun
Oder ist‘s eher die Psychatrie
Denn hier rennen nur Borderliner rum
Es ist ein Graus
in diesem Haus
ich muss wieder raus
aus dem Horror-Haus
Sie denken nur, sie hätten einen Plan
Hier herrscht Chaos und Zerstörungswut
Ich seh‘s mir nicht mehr lange an
Sonst endet’s für mich nicht gut
Es ist ein Graus
in diesem Haus
ich muss wieder raus
aus dem Horror-Haus
Wer ließ die überhaupt hier rein?
warum muss grade ich Rede und Antwort stehen?
Interessiert hier noch irgendein Schwein
welche Verbrechen sie in diesem Haus begehen?
Als wär das ganze Jahr lang Halloween
Sind sie schrecklich und auch hohl
Sie sind nur böse Medizin
Schädlich, und nicht wirkungsvoll
Es ist ein Graus
in diesem Haus
ich muss wieder raus
aus dem Horror-Haus
Ich mal überzeugt
von ihren Thesen
Hatte mich gebeugt
vor dem großen Wesen
Sehe – reichlich spät – aber nun
Es ist nur billiger Schein
Hat mit Realität nichts zu tun
Ich will hier raus und nicht mehr rein
Orangenkönig
Fortsetzung erfolgt
Der Text spricht für sich, Blues legt sich nieder auf das Land.
Im Reich des Orangenkönigs
zählt die Wahrheit nur noch wenig
Und die Lüge bekommt Flügel
’ne Bande Oligarchen
Mit ’nem Kryptoanarchen
Hält nun straff die Zügel
Im Reich des Orangenkönigs
Sagt Justitia nur noch wenig
Es gilt des Stärkeren Recht
Diskreditiert die Richter
Eingesperrt die Dichter
Gibt es nur noch ein Geschlecht
Hier sagt ein jeder, was der König denkt
Und beugt sich seiner Macht
Den Treuen werden Lehen geschenkt
Alle anderen werden weggebracht
Bösartig ist’s wie er handelt
Kennt keine Anständigkeit
Und alles was da auf Erden wandelt
Huldigt seiner Eitelkeit
Im Reich des Orangenkönigs
Zählt Wissen nur noch wenig
Es gilt nur noch, was er sagt
Die Presse, zum Schweigen verdammt
Und im ganzen Land
werden Doktoren gejagt
Es wird dir nichts passieren
Wenn du sein Spiel mitspielst
Wirst aber alles verlieren
Wenn du nach höherem zielst
Wenn er sagt, der Himmel ist nicht blau
Sondern strahlt in stolzem Rot
Dann weißt du doch genau
Ein Widerwort – und du bist tot
Im Reich des Orangenkönigs
Fragt man sich allmählich
Ob er’s nicht übertreibt
Mit seinem blanken Hohn
Wenn dann die Nation
nicht mehr Weltmacht bleibt
Credo
Von Gläubigen und Ungläubigen
Nationalchristliche Evangelikale aus Fly-over-Land sind keine guten Menschen, sondern bösartige Ideologen, die sich an sich sehr gut mit Wahabiten, Taliban und anderen Radikalen bestens verstehen würden, wären sie nicht allesamt borniert und überzeugt, dass es nur einen wahren Glauben gäbe. Besser als Glauben war aber schon immer Wissen.
Magst mich ungläubig nennen
Werd mich gern dazu bekennen
Ich glaube nicht, ich will verstehen
Beweise hören und auch sehen
Doch du willst, dass die nicht am Leben bleiben
Die Euren Glauben niemals teilen
An einen Gott, der zornig ist und unfair
An den glaubt doch sonst niemand mehr
Steinigen wär dir fast zu wenig
Beugt sich wer wer nicht deinem König
Der doch nur ein Verbrecher ist
Du bist ein Mörder und kein Christ
Von eurer Mörderbande hab’ nicht nur ich längst genug
Gesetze macht ein Parlament – kein 2000 Jahre altes Buch
aus dem ihr ohnehin nur den Hass zitiert
Das mit Vergebung habt ihr nie kapiert
Aus dem Migranten wird ein Sklave
Das ist seine Strafe
Für die Armut, in der er lebt
Die ihr fördert und nicht behebt
Steinigen wär dir fast zu wenig
Beugt sich wer wer nicht deinem König
Der doch nur ein Verbrecher ist
Du bist ein Mörder und kein Christ
Es liegt allein an mir
Verdammt viel Blues
Wie aus dem Leben erzählt, wenn auch aus einem anderen. Selbst wenn man in den richtigen Armen landet, glauben manche, sie seien in einer falschen Zeitlinie gefangen.
In den Herzensraum, den ich einst versprach
Zog längst eine andere ein
Am Tag, als das Herz mir brach
Wollt’ ich mit mir alleine sein
Gehst mir nicht mehr aus dem Sinn
Kannst nichts dafür
dass ich so traurig bin
Gehst mir nicht mehr aus dem Sinn
Kannst nichts dafür
das liegt allein an mir
Es ist nicht schön für die
Mit der ich jetzt zusammen bin
Doch vergleich ich immer sie
mit dem, was mir entging
Gehst mir nicht mehr aus dem Sinn
Kannst nichts dafür
dass ich so traurig bin
Gehst mir nicht mehr aus dem Sinn
Kannst nichts dafür
das liegt allein an mir
Du bist schon lang Geschichte
Doch schreibe ich noch heut Gedichte
Die – Du weißt‘s bestimmt – für Dich nur sind
Ich bleib doch lieber abstrakt
Denn wenn den Code mal wer knackt
Und dich zerrt ins Licht
Kann ich nur lügen: die da war es nicht
Sie spürt oft meinen Kummer
Und hält mich dann warm
In tiefstem Schlummer
Schmiegt sie sich in meinen Arm
Und wenn sich mich dann fragt
Wo das Herz mir steht
ob mich das immer noch plagt
und ob das je vergeht
Sie geht mir nicht mehr aus dem Sinn
du kannst nichts dafür
dass ich so traurig bin
Sie geht mir nicht mehr aus dem Sinn
Kannst nichts dafür
das liegt allein an mir
Ending on a Blue Note
Obligatorische Sonate
Was ist das Gegenteil einer Ouvertüre? Ein Postludium gibt es nur im sakralen Zusammenhang, der Begriff der Underture ist auch schon belegt. Beende wir den siebten Streich einfach auf einer Blue Note, nach bittersüßen und auch optimistischen Klängen.
Seitdem mir an der Nordsee erstmals der Vogel namens Basstölpel gewahr wurde, wollte ich ein Album mit dem Titel „Basstölpel und Gitarrentrottel“ machen. Fehlte nur der Titel-Track, aber mit ein bisschen Selbstironie ist das gelungen. Es gibt hier aber noch mehr zu hören als nur schlechte Witze über gefährdete Vogelarten.
Fünf Elefanten
Ein erfundenes Drama mit Geschichten aus der Geschichte
Der Elefant, so die Legende, hat ein gutes Gedächtnis. Wenn das der Menschheit nicht mal zum Verhängnis wird! Denn obwohl es das größte Landtier ist, welches die aggressive Spezies Homo sapiens hat leben lassen, war sie nicht sehr freundlich zu ihr. Die Geschichte erzählt von vier Elefantenschicksalen und einem fünften, der ein gutes Gedächtnis hat – was ihm selbst gerne zum Verhängnis wird.
Tuffi wollte über die Wupper nicht So sprang sie aus der Schwebebahn Die hielt zwar locker ihr Gewicht Sie bevorzugt des Flusses Schlamm
Der Kalif Harun-al-Raschid besuchte Kaiser Karl den Großen und brachte ihm ’nen Elefanten mit einen ganz famosen
Hab das Gedächtnis eines Elefanten Sagen Freunde und alle Verwandten Dich gekannt zu haben kann ich nur bereuen Was du mir angetan kann ich nicht verzeihen
Einst schleppte er durch den Wald das Holz Das tat er aus freien Stücken Heute verkauft er seinen letzten Stolz an die Touristen auf seinem Rücken
Wurde erschossen nur der Zähne wegen Nicht nur vom Pianisten heiß begehrt Doch der Naturschutz ist ihm ein Segen auch wenn er sich ungestört vermehrt
Hab das Gedächtnis eines Elefanten Sagen Freunde und alle Verwandten Dich gekannt zu haben kann ich nur bereuen Was du mir angetan kann ich nicht verzeihen
Ich dachte: Jetzt oder nie So hab ich dir den Antrag gemacht Aber wie ich so vor dir knie Hast du mich schallend ausgelacht
Basstölpel und Gitarrentrottel
Ein Art von Selbstportrait
Der Basstölpel ist an sich ein ganz normaler Vogel, der gerne in windumtosten Felsen haust. Für seinen Namen kann er nichts – und auch nichts dafür, dass der Gitarrentrottel ihn hier verwendet.
Mal ist‘s Last, mal ist‘s Segen Um nen dummen Spruch bin ich nie verlegen Zu meiner Freude lacht immer wer Und fragt sich: Wo holt er den jetzt her?
Mal ist der Witz recht hintersinnig das ist genau mein Ding, ja so bin ich Mal bleibt es flach und banal Hab dumme Sprüche in großer Zahl
Bin ein Basstölpel und Gitarrentrottel Als solcher weit und breit bekannt Auch wenn ich ausseh’ wie der letzte Zottel So bin ich doch charmant
Was mein Lieblingswitz denn sei? Kann‘s nicht sagen, denn ich bin dabei … … immer nur spontan und von allem inspiriert Was rundherum dir und mir passiert
Wenn‘s denn mal heißt „Wie ist die Lage?“ Verstehe ich doch kaum die Frage Ist‘s denn hoffnungslos, ernst sogar? Ein letzter Spruch, denn es ist doch wahr:
Bin ein Basstölpel und Gitarrentrottel Und erzähle dir Geschichten Auch wenn ich ausseh’ wie der letzte Zottel Kann ich Reimen und auch dichten
Gewiss, die Zeiten, die sind schwierig die Mächtigen humorlos, ja, das kapier ich Mach weiter meine Witze, wie kann das sein? Nun, den Clown, sperren sie mit als letzten ein
Bin ein Basstölpel und Gitarrentrottel Einer unter vielen Auch wenn ich ausseh’ wie der letzte Zottel will ich einfach nur spielen
Akronyme für Dich
Ein zorniger Aufschrei
Diese drei Buchstaben kann man auf vielerlei Weise interpretieren. Die Band, die sie für ihren Namen heranzog, ist vieles, aber gewiss niemals eine Alternative.
Arschkrampen, fette Demagogen Asoziale, faule Dummköpfe Arglistige, fiese Dildos Aber niemals eine Alternative
Alberne fürchten Demokratie Aberwitzig fortwährende Debatten Artverwandte, faschistische Deppen Aber niemals eine Alternative
Ihr seid des Geistes tiefste Tiefe Hetzer und Lügner – keine Alternative
Altnazis ficken Dich Alpträume fordern Diktatur Abschaum für Deutschland Aber niemals eine Alternative
Ihr seid des Geistes tiefste Tiefe Hetzer und Lügner – keine Alternative
Besuch aus dem All
Eine Science Fiction
Jene Bande ist der Ansicht, nur sie könne das Land und den gesamten Westen vor dem Untergang bewahren. Das Gegenteil hat einen gewissen Charme: Der Untergang des Westens würde uns vor diesem Pack bewahren. Soweit darf es nicht kommen. Wenigstens scheinen die Außerirdischen beschlossen zu haben, uns keine Aufwartung zu machen. Wir sind ihnen zu primitiv.
Der blaue Planet hier, der ist ja bewohnt Stabile Bahn – das macht der große Mond Kosmische Intelligenz haben sie allenfalls versteckt Immerhin – Radiowellen haben sie schon entdeckt
Wie wir gehen sie auf zwei Beinen und Füßen Werden sie dennoch nicht begrüßen Nutzen zwar zwei Arme doch hinter der Stirn Haben sie praktisch keinen Grips im Hirn
Wir zögern mit unserem Besuch Solche Primitivlinge kennen wir genug
Wie war das zuletzt auf dem Planeten Erde? Hofften noch, dass das noch werde Aber so waren sie, die Menschen, böse und aggressiv Legten alles in Schutt und Asche, sie waren halt primitiv
So verweigern wir hier unseren Besuch Primitivlinge wie die kennen wir genug
Schuld und Sühne
Eine Politgroteske mit Rap
Auch so ein höchst primitiver Take: Eine bestimmte Gruppe wie Migranten oder eine Partei wie die Grünen für alle Missstände verantwortlich zu machen. Sie als Ideologen zu schmähen, weil man selbst keine Ideen hat. Ist wesentlich einfacher, als das Wahlvolk darüber aufzuklären, dass gewisse Zeiten vorbei sind und wir vor ganz anderen Herausforderungen stehen.
Darf nichtmal spazieren in den Dünen Schuld daran sind nur die Grünen Sagen, das dient dem Schutz der Küsten Ich trample weiter – wenn die nur wüssten!
Hochwasser lässt Schuld nun sühnen Doch schuld daran – ja, genau – sind die Grünen Denn hätten weiter die Energie vom Atom Obwohl – es heizt kaum jemand mit Strom
Wenn einer mit dem Messer sticht Ein hier geborener Bösewicht Schreie ich, so laut ich kann: Die Grünen sind schuld daran!
Der Exporteur geht pleite, keiner will Verbrenner mehr Wer Schuld dran ist? Ich bitte sehr! Der Grüne fährt ganz lässig sein Elektromobil Solarstrom vom Dach kostet ihm nicht viel
Die Sache mit der Wärmepumpe die ist mir ja völlig wumpe Verbrennen von Öl und Gas macht unsereins doch so viel Spaß
Wenn einer mit dem Messer sticht Ein zugezogener Bösewicht Schreie ich, so laut ich kann: Die Grünen sind schuld daran!
Niemand investiert Milliarden in diesem Land Wer schuld dran ist, liegt auf der Hand
Die, die immer alles zerreden Nur andere die Schuld dran geben Ablenken vom eigenen Versagen Laut jammern und Klagen Und keine eigenen Ideen haben Die müssen freilich sagen Das seien doch Ideologen Sind langhaarig und verschroben Mit denen ist kein Staat zu machen Die wollen da ganz andere Sachen Das Klima geht ihnen am Arsch vorbei Demographischer Wandel ist ihnen einerlei Sie wettern nur auf Wahlkampfbühnen Schuld an allem sind die Grünen!
Fünf Phasen
Eine Psychologie der Trennung
Nicht nur, wenn ein geliebter Mensch stirbt, sondern auch, wenn wir schlicht verlassen werden: Wir streiten zunächst die Realität ab. Dann wollen wir verhandeln. Es folgt die Wut, die man doch besser überspringen sollte. Selbstmitleid ist auch noch eine dieser fünf Phasen, durch die man gehen muss – die letzte ist die Akzeptanz.
Jetzt red doch keinen Stuss Du machst niemals mit mir Schluss Wir haben Differenzen, klar Aber das ist doch nicht wahr Stellst deine Koffer auf den Flur Schaust nervös auf deine Uhr Gehst weg ohne einen Gruß Jetzt mach doch keinen Stuss
Schau mich wenigstens mal an Bin immer noch dein Mann Werd mich bessern, werd‘s probieren Deinen Kummer nicht mehr ignorieren Bleib doch bitte hier Versuchs nochmal mit mir Ich werd tun, was ich kann Schau mich wenigstens mal an
Ich kann und will es nicht verstehen Doch muss ich durch fünf Phasen gehen Es wäre aber gut Überspränge ich die Wut Denn die wird ihr nicht gerecht Es war ja nicht alles schlecht
Warum muss immer mir das passieren Kann nie gewinnen. Darf nur verlieren Und hab ich dann doch mal etwas Glück Ist schnell vorbei und ich muss zurück In das Elend das mein Herz umgibt Ich war doch so sehr in dich verliebt Ich kann und will es nicht kapieren Warum muss immer mir das passieren?
Ich kann und will es nicht verstehen Doch muss ich durch fünf Phasen gehen Es wäre aber gut Überspränge ich die Wut Denn die wird ihr nicht gerecht Es war ja nicht alles schlecht
Okay, ich habe es jetzt auch verstanden Uns kam da was abhanden Das uns jahrelang zusammenhielt Und das es jetzt schlicht nicht mehr gibt Es ist für uns beide besser so Wir finden das bald anderswo Ich sag es Familie, Freunden und Bekannten Denn ich habe es nun verstanden
Chess
Eine Hommage an ein königliches Spiel
Schach ist ein Jahrtausende altes Kriegsspiel, das nach strengen Regeln abläuft. Weder im Krieg noch in der Liebe ist alles erlaubt … und am Ende des Spiels muss man sich immer fragen, ob die Welt noch die selbe ist.
He was a pawn But after dawn He turned into a knight Attacking bishops, dark and light
She has always been A white or black queen Threatened by a rook A knight was that she took
One night he’ll be king left alone on his wing must wait until dawn for the return of the pawn
Throwing out a mating net was the chance I had bishop was really keen on sacrificing the queen
Lying in his bed The king was dead She came too late To avoid check mate
The bishop didn’t stop And the knight shone bright They fought back A terrible attack
You‘ll never share Your position on one square The king might bless The royal game of chess
And at the end of the game the world wasn’t the same but who is to blame that we’ve all gone insane?
Long Time No See
Eine Erinnerung
Wie lang arbeite ich jetzt schon an dieser kleinen Fantasie? Fast so lange, wie ich manche Leute nicht gesehen habe oder gar noch länger? Niemals wird das Stück fertig sein, jedesmal, wenn ich es spiele, schreibe ich es neu, voller Erinnerungen.
An den Augen
Ein Was-wäre-gewesen-wenn
Und dann trifft man jemanden von früher tatsächlich wieder. Fantasie bleibt Fantasie, die Realität steckt immer zurück.
An den Augen wieder erkannt Haben uns damals so auserkoren Einst viel zu viel voneinander verlangt, haben wir uns aus den Augen verloren
Nach so vielen langen Jahren kehrt der Zauber plötzlich wieder Die Romane, die einst waren Sind heute nur noch kurze Lieder
Versuchen wir‘s nochmal? Oder bleiben wir im Gestern verhaftet Wär das groß oder doch fatal Wenn man’s von außen betrachtet
Wir gingen beide unsrer Wege Du mit Mann ich mit Frau Aber ja, ich überlege Sobald ich in deine Augen schau
Wär das mit uns gut gegangen? Diese Frage bleibt offen Sie stillt mein Verlangen Ich hab’s mit ihr sehr gut getroffen
Wir versuchen‘s nicht nochmal Wir träumen nur in der Nacht Es wär‘ ja auch fatal Hätten wir das Ganze nochmal gemacht
In the Realm of the Orange King
Eine sprachlose Klage
Manchmal bleiben einfach die Worte weg. Nach der Sprachlosigkeit wird es eine Fortsetzung geben, versprochen.
Bald schöner als in Spanien
Eine Nah-Urlaubs-Erfahrung
Wird Reisen in Europa wieder teurer und komplizierter? Will man es aus unterschiedlichen Gründen lieber ganz sein lassen? Spanien ist schön, Italien womöglich noch schöner und wo es am schönsten ist, will ich auch gerne mal wieder hin. Aber nicht dreimal im Jahr. Daheim ist es vielleicht am allerschönsten – aber nur, wenn man sicher ist, es gibt mehr als nur das Altbekannte. Ich finde ich es auch in der Umgebung der Veloziped.
Ich brauch keinen Urlaub in Spanien Genieß es hier im Schatten von Kastanien Muss nicht fliegen nach Valencia Denn ich bin mit dem Rad schnell da
Stell mich nicht in den Stau gen Italien Bekomm auch hier mediterrane Fressalien Vermisse nicht einmal den Chianti-Wein Der aus Franken schmeckt auch recht fein
Ne Reise nach Hamburg, die ist kein Muss Denn die Würm ist auch ein hübscher Fluss Ja, sicher, die ist nicht dasselbe Wie die breite, tiefe Elbe
Doch rieche ich am Wehr ihre sanfte Gischt Hat mich das Meer olfaktorisch voll erwischt
Bei Maisach blühte gestern rot der Klee Heute radle ich an den Ammersee Vor Eching brennen mir die Waden Werd daher im See kühl baden
Und noch vor der Heimkehr geht es in die Aubinger Einkehr Unter hiesigen Kastanien Ist bald schöner als in Spanien
Ne Reise nach Paris, die ist kein Muss Denn die Würm ist auch ein hübscher Fluss Ja, das habe schon gesehen Dieser Bach ist nicht die Seine
Doch rieche ich am Wehr ihre sanfte Gischt Hat mich das Meer olfaktorisch voll erwischt
Wird der Sommer wird heiß und nass Hab ich dennoch meinen Spaß
Atomfrieden
Eine realistische Dystopie mit ein wenig Irrealis am Schluss
Stimmt das mit der Theorie, dass ein Land, das über Kernspaltungswaffen verfügt, nicht angreift? Wenn ja, wäre es eine Friedensmaßnahme. Sicher stimmt, dass Länder, die über Kernspaltungswaffen verfügen, andere Länder angreifen. Dagegen kann, dagegen muss man sich wehren. Aus dieser Wehrhaftigkeit entsteht eben kein Atomkrieg, der Atomfrieden ist ein Antagonist.
Ein helles Licht – ich hab‘s gesehen Lass uns in den Luftschutzbunker gehen Bevor uns der Sturm verweht Kein Stein mehr auf dem andern steht
Bomben hier, Raketen da Nichts ist mehr wie es war Die Gefahr unterschätzt Dass wer Grenzen verletzt
Wer sich wehrt, lebt nicht verkehrt Eigentlich ist es umgekehrt Die da blöd von Frieden schwafeln Gönnen nur dem Feind die Waffen
Wollen uns aus der Welt Weil’s dem bösen Nachbarn nicht gefällt Wie wir handeln, wie wir leben Und auch wohin wir streben
Im Hagel von Bomben und Raketen bleibt manchen nur das Beten zu einem Gott, den es hier nicht gibt der allenfalls die Feinde liebt
Halten keine andere Wange hin Schätzt man uns noch so gering Bleiben wir wehrhaft Lieber tot als versklavt
Werden weiter laut schreien uns von allem befreien das uns vernichten will Es steht alles auf dem Spiel
Werden den Kugeln ausweichen Tanzend zwischen Birken und Eichen Das Stakkato einer Knarre bekommt Antwort von ‚ner verzerrter Gitarre
We had good times, don’t you know She was the one who decided to go I was shocked and deeply hurt ‚cause she left without a word no last kiss, not even a talk no last dance, and no last walk
Time by time I see her walking by Can’t avoid it, I’m gonna cry and then my heart misses a beat and I got swept off my feet my blood pressure is on the rise like a rocket in disguise
When the doctor wants to see me That’s where I should be checking my general condition and my terrible vision I knew it from the start I got a cold drink heart when blood freezes the vein I’ll get afib again
Doctor said: get rid of pain’s source with all of your remaining force Kill what causes your pain But I’d tell him never her name Doctor, pour me a magic drop So this nightmare could stop
When the doctor wants to see me That’s where I should be checking my condition and my terrible vision I knew it from the start I got a cold drink heart when blood freezes the vein I’ll get afib again
I was working outside all day long and it was so damn hot and when I finally got back home you may believe it or not when I had an ice cold drink bent over the kitchen sink was so refreshing but then I got my afib again
When the doctor wants to see me That’s where I should be checking my condition and my terrible vision I knew it from the start I got a cold drink heart when blood freezes the vein I’ll get afib again
Death Clock
Ein Mittelfinger für den Boandlkramer
Da will tatsächlich eine App vorhersagen, wie lange ihre Nutzerschaft noch zu leben hat – basierend auf Alter, Gewicht, Vorerkrankungen, Lebensumstände. Keine Frage – mehr Bewegung und weniger schädliche Genussmittel versprechen ein paar Stunden mehr auf der Lebensuhr. Macht nicht immer Spaß – und am Ende kriegt er uns doch. Wann, das weiß nur er.
Die Todesuhr, sie tickt schon Seit dem Tag der Geburt Mal läuft sie Marathon Mal ist’s nur ein kurzer Spurt
Die Stunde ist nicht gewiss Wann sie abläuft, deine Zeit Ohne Frage, sicher ist Dass er selbst dich mal ereilt
Der grimme Schnitter mit seiner Sense Kennt keine Gnade, kennt nur das Ende Man nennt ihn Gevatter, man nennt in Hein Wenn er kommt, wird’s das Ende sein
Von der Wiege bis zur Bahre Vergehen oft so viele Jahre In denen sich’s zu Leben lohnt
Lässt das Rauchen also sein Versagst dir gar das Gläschen Wein Weil das die Gesundheit schont
Wirst zum Pflanzenesser Lebst so länger, doch auch besser? kann man das vergnüglich nennen?
Hörst was von live fast, die young Und all den anderen Schmarrn Die Kerze will an beiden Enden brennen
Du willst von seiner Liste Bettelst um ein wenig mehr Zeit Doch ab geht‘s in die Kiste Bist nicht davor gefeit
Denn du bist zur falschen Zeit Einfach nur am falschen Ort Und er, er ist stets bereit Nimmt dich mit sich fort
Der grimme Schnitter mit seiner Sense Kennt keine Gnade, kennt nur das Ende Man nennt ihn Gevatter, man nennt in Hein Wenn er kommt, wird’s das Ende sein
Vor dem Ende hat ein jeder Angst Das lässt sich kaum vermeiden Wie sehr du auch hoffst und bangst Wirst nicht ewig am Leben bleiben
Ob die Kerze nur glimmt Oder ob hell sie brennt Wenn alles bei dir stimmt Was man so im Leben kennt
Verliert er seinen Schrecken Kommt er durch das große Tor Kannst dich zwar nicht verstecken Aber es gibt ein Leben davor