Mit dem Fahrrad einkaufen unterscheidet sich zum Einkauf mit dem Auto etwa so wie das Laden des E-Autos mit dem Betanken des Verbrenners. Man lädt eben bei sich jeder bietenden Gelegenheit, der Akku lebt ohnehin länger, wenn man ihn zwischen 20 und 80 Prozent Ladung betreibt und beim Laden nicht zu heiß werden lässt. Den Benziner oder Diesel fährt man bis zum Anspringen der Reserveleuchte und füllt dann bis Oberkante Unterlippe den Tank voll.
Einen kompletten Wocheneinkauf oder den für zwei bekomme ich mit meinem Rad natürlich nicht transportiert. Ich stelle mich zwar auf den Standpunkt, ein jedes Fahrrad sei ein Lastenrad, transportiert man Lasten damit und so stelle ich mich auch auf den gekennzeichneten Platz vor dem verlassenen Rewe. Manche Sachen lassen sich aber nur mit einem dedizierten Lastenfahrrad transportieren.
Also kaufe ich eher öfter ein, die Wege in Gröbenzell sind selbst nach dem Wegfall des Rewe in der Kirchenstraße angenehm kurz, auch die Nachbarstädte sind nicht weit entfernt.
Heute Mittag stellte ich fest, dass ich dringend noch ein 45-Watt-Ladegerät und ein USB-C-Kabel benötigte. Den Lieferanten mit dem kleinen a, den ich viel zu oft für solche Kleinigkeiten bemühe (meistens sammle ich den Warenkorb aber über Tage und Wochen an), ließ ich auch dort im Internet liegen, wo er zu finden ist.
Zum Expert in Olching mit dem Auto? Wenn man nur zwei Teile benötigt, die zur Not auch in die Hosentasche passen? Nein, nicht mein Stil. Bevor es am Nachmittag wieder viel deutlich über 30 Grad haben würde, nutzte ich die milden 29 Grad mit leichtem Wind aus Nordosten aus, um mal eben nach Olching zu radeln, und über Eichenau und Puchheim wieder zurück.
Nebenan lockte der Getränke Krämer mit Kaltgetränken, mehr als einen kleinen Kasten würde ich auf mein Radl aber nicht bekommen. Immerhin bietet der Krämer auch einen Lieferservice, den ich seit einer Meniskusoperation, in deren Folge ich das Auto weit mehr als drei Wochen lang stehen ließ, in Anspruch nehme.
Werde ich mir doch noch ein Lastenfahrrad anschaffen? Der Schuppen ist schon voller Räder, in der Garage steht das Auto, vor dem Haus wird es auch eng – mal sehen, wo ich mir dafür Platz schaffen könnte. Oder ich leihe mir bei der Gemeinde gelegentlich ein Lastenradl aus, für Schwertransporte jenseits von zwei bis drei Getränkekästen bekäme man beim ADFC noch einen Anhänger dazu.
Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 42,25
Gesamtkilometer 2026 bisher: 2.119

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