Wenn ich schon drei mal pro Woche ins Büro sollte, bieten sich freilich Dienstag bis Donnerstag an. Gefällt mir, denn früher hatte man insbesondere Minister aus Bayern als DiMiDo-Minister verspottet, weil sie eben nur von Dienstag bis Donnerstag in Bonn waren (ja, so lange ist das her) und den Rest der Zeit in ihrem Wahlkreis verbrachten. Tempi passati …
Ich bin dann aber eben der DiMiDo-Redakteur, der montags, freitags und manchmal sogar am Wochenende daheim arbeitet, das Macbook Pro aber von Dienstag bis Donnerstag im abschließbaren Spind im Büro lässt. Was bedeutet: Mittwochs kann ich mit leichtem Gepäck reisen. Etwa nur mit einem Rucksack, in dem gerade mal etwas Notfallwerkzeug passt und ein Hemd, das man auch im Büro tragen kann. Der Rest ist Radl-Spaß.
Also griff ich mal wieder zum Mountainbike, das ich erst in Februar kaufte, weil mein altes Sportrad nicht mehr reparabel war. Ich brach früh auf, als es noch unter 25 Grad hatte und und fuhr eben nicht direkt ins Büro.
Also nicht über die Von-Kahr- respektive Allacher Straße mit ihren guten Radwegen, die an manchen Stellen auch breit genug zum Überholen sind, dabei sehr gut von der Fahrbahn getrennt – heute war mir mehr nach Schotter und Wald.
Was bedeutet: Von Lochhausen aus an der Bahn entlang, den Schotterweg nördlich der Gleise in Richtung Alte Allee. Von der Blutenburg aus geht es dann durch den Durchblick, später ein Stück an der Nymphenburger Schlossmauer vorbei, ehe an der Bus- und Tramhaltestelle Amalienburgstraße die Querung der Menzinger Straße über die Ampel ins Kapuzinerhölzl lockte.

Leider war die kurze Grünphase für querende Fußgänger und Radler in dem Moment zu Ende, als ich an der Furt angelangt war. Die nächste würde es trotz Stau auf der Menzinger erst in einer halbe Stunde geben – okay, ich übertreibe, aber letztens habe ich hier über drei Minuten warten müssen.
Dann eben weiter an der Schlossmauer, am Haupteingang des botanischen Gartens vorbei und insbesondere am Stau – immer wieder ein Vergnügen. Diesen Abschnitt kenne ich jetzt auch schon seit 30 Jahren oder länger und schätze ihn wegen des einwandfreien Asphalts und des leichten, kaum merklichen Gefälles. So macht Radeln noch mehr Spaß.
Die letzten zwei bis drei Kilometer geht es auf dem Radweg am Wintrichring entlang, der nach Querung der Dachauer Straße Georg-Brauchle-Ring heißt und an dessen Hausnummer 23 das OBC liegt.

Auf dem Heimweg verzichtete ich angesichts der knackigen 32 Grad auf Umwege, in der Woche zuvor war ich auch auf dem Rückweg durch das Kapuzinerhölzl geradelt, später am westlichen Ende der Aubinger Lohe nochmal über Schotter.
Stadtradelnkilometer 2026 bisher: 109,81
Gesamtkilometer 2026 bisher: 2.199

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